In Munster

Bundeswehr startet Ausbildung am neuen Schützenpanzer Puma

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Die Bundeswehr hat mit der Ausbildung am Schützenpanzer Puma begonnen.

Munster - In der Lüneburger Heide werden die ersten Bundeswehrsoldaten mit dem neuen Schützenpanzer Puma trainiert. Bis 2020 sollen alle 350 der vom Heer georderten Panzer ausgeliefert sein.

Die Bundeswehr hat in der Lüneburger Heide mit der Ausbildung am neuen Schützenpanzer Puma begonnen. Das Panzergrenadierbataillon 33 aus Neustadt am Rübenberge wird als bundesweit erste Einheit im Umgang mit dem Puma trainiert, teilte das Ausbildungszentrum des Heeres in Munster mit. Im Juni vergangenen Jahres wurde das erste der Gefechtsfahrzeuge an die Bundeswehr übergeben und im Anschluss wurden zunächst die Ausbilder geschult. Inzwischen befänden sich permanent mehr als 20 Puma-Panzer in Munster, sagte Oberstleutnant Georg Küpper. Fünf der neun Panzerbataillone sollen mit dem neuen Gefechtspanzer ausgerüstet werden.

Die Bundeswehr hat 350 Puma für 4,3 Milliarden Euro bei den Unternehmen Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann geordert. Der Puma soll den bei der Bundeswehr seit mehr als 40 Jahren genutzten Marder ersetzen. Bis 2020 sollen alle neuen Schützenpanzer ausgeliefert sein. Fünf der neun Panzerbataillone sollen mit dem neuen Gefechtspanzer ausgerüstet werden. Die Schulung werde mehrere Jahre dauern, sagte Küpper.

Wie das Verteidigungsministerium in seinem letzten Bericht zu Rüstungsangelegenheiten mitteilte, wurden nach Start der Auslieferung zunächst noch Qualitätsmängel an den Fahrzeugen festgestellt, außerdem wirkten sich fehlende Ersatzteile auf die Verfügbarkeit der Panzer aus. Bis zum Stichtag Ende August waren statt vereinbarter 93 Panzer erst 34 ausgeliefert. Die Serienfertigung soll nun beschleunigt und die Auslieferung bis 2020 abgeschlossen sein.

Der Puma eignet sich zum Einsatz in allen Klimazonen von der Wüste bis hin zu Schnee und Eis. Selbst in schwerstem Gelände erreicht der Panzer eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Kilometern pro Stunde. Die Besatzung ist durch ein modernes System von Minen, Sprengfallen und Geschossen geschützt.

dpa

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