Kein fremdenfeindlicher Hintergrund 

Brand in Unterkunft für Asylbewerber: Bewohner bleiben unverletzt

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Das Gebäude in Soltau ist einsturzgefährdet.

Soltau - In einem als Unterkunft für 17 Asylbewerber genutzten Gebäude an der Rosenstraße in Soltau brach am Montagmittag ein Feuer aus (wir berichteten), das nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Polizei einen Schaden von rund 900.000 Euro anrichtete. Das zu einem nahen Hotel gehörende Haus wurde zerstört und ist einsturzgefährdet.

An dem Haus an der Rosenstraße in Soltau entstand ein Schaden von rund 900 000 Euro. 

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war das Gebäude auf beiden Etagen verqualmt. Da anfangs nicht feststand, ob sich Personen im Inneren befanden, setzte Einsatzleiter Sergé Ossowski umgehend zwei Atemschutztrupps zur Menschenrettung ein. Glücklicherweise wurden keine Personen gefunden, heißt es in der Pressemitteilung. Parallel schützten Kräfte mit Hilfe der Drehleiter und des Tanklöschfahrzeuges das Nachbargebäude.

Die Bewohner des Hauses blieben unverletzt und wurden in der nahen Volkshochschule vom Deutschen Roten Kreuz betreut. Die Stadt Soltau konnte für sie eine andere Unterkunft organisieren.

Die Brandbekämpfung konnte gegen Mitternacht beendet werden. Bis um 5 Uhr morgens waren dennoch mehrere Einsatzkräfte für eine Wache vor Ort, um auf gegebenenfalls wieder aufflammende Glutnester zu reagieren.

170 Einsatzkräfte vor Ort

Neben allen Feuerwehren der Stadt Soltau wurden Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Bispingen, Munster und Schneverdingen sowie die Hubrettungsbühne aus Bad Fallingbostel angefordert. Der Fachzug Messen/Spüren der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt führte Schadstoffmessungen durch, konnte aber keine besorgniserregenden Werte feststellen.

Knapp 170 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren am Einsatz beteiligt.

Die Mitarbeiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale waren noch gestern Mittag damit beschäftigt, verbrauchte Atemluftflaschen zu füllen und Atemschutzmasken zu reinigen.

Landrat Manfred Ostermann sowie der Soltauer Bürgermeister Helge Röbbert machten sich ein Bild der Lage. Für die Feuerwehr waren Regierungsbrandmeister Uwe Quante, Kreisbrandmeister Hartmut Staschinski sowie die beiden stellvertretenden Brandschutzabschnittsleiter vor Ort.

Ermittler der Polizei bestätigten gestern Nachmittag, nach Abschluss einer Begehung des Gebäudes, dass der Brand in der Küche ausgebrochen ist. Einen Anschlag als Ursache des Feuers schließen sie aus. Weitere Untersuchungen sollen Aufschluss bringen.

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