Ausschussmitglieder für Ortstermin und Kostendeckelung auf 6 000 Euro

Sicherheit im Stöckener Weg

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Die Stöckener Straße soll für Fußgänger und Radfahrer sicherer werden. ·

Rethem - Auf Anregung von Schülern der Klasse 8d der Oberschule Rethem hatte der Stadtrat die Verwaltung im Dezember 2012 beauftragt, Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich des Gewerbegebietes Stöckener Straße zu prüfen und einen Beschlussvorschlag zu erarbeiten. In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Montagabend wurden vier Varianten erörtert. Das Ergebnis: Auf Antrag der SPD-Fraktion steht demnächst ein Ortstermin an, um besser beraten zu können. Die Kosten sollen auf 6 000 Euro beschränkt werden.

Grund für die Sicherheitsüberlegungen ist die Ansiedlung mehrerer Betriebe. Der Besucherverkehr in der Stöckener Straße habe sich deshalb deutlich erhöht, so die Verwaltung in einer Drucksache. Die Stöckener Straße ist sechs Meter breit und ohne Fuß- und Radweg.

Stadtdirektor Cort-Brün Voige sagte, dass sie mit Fachleuten des Landkreises, der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde die verschiedenen Möglichkeiten zur Erhöhung der Sicherheit untersucht hätten. In der Beratungsvorlage fanden sich vier mögliche Varianten.

In der ersten wird der zwei Meter breite Fuß- und Radweg entlang der Rodewalder Straße auf der westlichen Seite verlängert und in die Stöckener Straße geführt. Der zu querende Einmündungsbereich der Tankstelle und die Einmündung der Straße Am Bahnhof werden mit roten Markierungen hervorgehoben. Die Kosten ohne den Grunderwerb werden auf zirka 4 600 Euro geschätzt. Außerdem wird entlang der Stöckener Straße ein mindestens 1,5 Meter breiter kombinierter Fuß- und Radweg durch eine weiße Markierung auf der Fahrbahn markiert. Die Fahrbahn behält eine Breite von etwa 4,5 Metern. Das kostet rund 3 600 Euro.

Die Variante zwei sieht vor, dass der Fuß- und Radweg der Rodewalder Straße in die Straße Am Bahnhof führt und hier mit einer weißen Trennlinie markiert wird. Neben dem Grundstück der Raiffeisen Centralheide wird ein Durchgang für Fuß- und Radfahrer geschaffen. Der Weg mündet in die Stöckener Straße und führt bis in die Alte Stöckener Straße. Es ist mit Kosten in Höhe von rund 7 800 Euro zu rechnen.

In beiden Fällen ist die Fahrbahn der Stöckener Straße mit 4,5 Metern zu eng für einen Begegnungsverkehr – ein Unfallrisiko, wie die Verwaltung in der Vorlage betont.

Ein dritter Vorschlag sieht die Neuanlage eines Fuß- und Radweges entlang der Stöckener Straße vor. Die Kosten schätzt die Verwaltung auf 45 000 Euro.

Die Variante vier schlägt vor, bei Schulen und Eltern für einen anderen Weg zu werben. Eine alternative Route von der Oberschule zur Stöckener Straße wäre statt über Alpebrücke und Klotzeburg der Weg über Alpebrücke, Rodewalder Straße, Ehrenmal, Bahnhofstraße, Kükerstraße und Alter Stöckener Weg.

Voige erklärte, dass die Varianten eins und zwei kein Mehr an Sicherheit brächten. „Die vierte Variante wird wahrscheinlich nicht angenommen. Wenn, dann sollten wir uns für die Variante drei entscheiden – eventuell mit modifizierten Parametern.“

Dieter Moll sagte im Namen der SPD-Fraktion, dass die Variante für 45 000 Euro für sie nicht in Frage komme. „Das können wir uns nicht leisten.“ Er habe mit Handwerkern gesprochen, die bereit seien, ehrenamtlich zu helfen. Die Kosten ließen sich so deutlich reduzieren. Er schlug die Ortsbesichtigung, an der auch die Öffentlichkeit teilnehmen solle, und eine Begrenzung der Mittel auf 6 000 Euro vor.

Einige Rethemer Oberschüler durften in einer Sitzungsunterbrechung Fragen an die Politiker stellen. Sie wollten unter anderem wissen, wann Baubeginn ist. Das konnte der Ausschuss noch nicht beantworten. Auf die Frage nach vorgesehener Beleuchtung antwortete Ausschussvorsitzender Heinz Bäßmann, dass eine Leuchte in der Variante zwei notwendig wäre. Ein klares Nein äußerten Bäßmann und Rethems Bürgermeister Frank Leverenz angesichts der Vermutung, dass die Aufnahme des Themas Rad- und Fußweg etwas mit der Samtgemeindebürgermeisterwahl im Mai zu tun habe. · sal

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