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Schwierigkeiten mit der Entwässerung

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Ein Mann steht vor einem Modell, das eine mögliche Entwicklung des Quartiers darstellt.
Michael Süssmann vor dem Modell des von Studenten entwickelten Quartiers Gänseweide, das kleine Änderungen erhalten hat. © Müller

Mit dem Projekt Quartier Gänseweide geht es bald weiter. Dort wird ein 3,5 Hektar großes Gelände bebaut.

Walsrode – Es hat Verzögerungen gegeben für das wohl größte Wohnbauprojekt, das in der Kernstadt Walsrode seit langer Zeit vorangetrieben wird. Stadtplaner Michael Süssmann ist sich aber sicher, dass ein Bebauungsplan für dieses 3,5 Hektar große Gelände am Rande der Stadt „bis spätestens Anfang kommenden Jahres“ abgeschlossen sein wird. Ein Projekt, das für Walsrode aus dem Rahmen fallen wird und bei dem das Interesse von Menschen, die dort eine Wohnung beziehen wollen, groß ist.

„Wir hatten schon viele Anfragen“, sagt Süssmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Immerhin sollen auf dem ehemaligen Betriebsgelände von Raiffeisen und Bauhof 110 Wohnungen entstehen, die vermietet oder als Eigentum an den Mann gebracht werden sollen. Die Vermarkung hat die GES der Kreissparkasse übernommen, die auch für die umfangreichen Erschließungsarbeiten des großen Geländes verantwortlich ist. Über die Kosten dieser Maßnahmen wollte die GES keine Auskunft geben.

Studenten der Hochschule Buxtehude hatten sich vor zwei Jahren in einem Projekt Gedanken zu dem Gelände gemacht und überlegt, wie man dieses Sondergebiet für Wohnräume entwickeln kann.

Ein Turm ist stehen geblieben, davor wurde ein Gebäude abgerissen, eine Halle dehnt sich im Bild nach rechts aus.
Der Flockenturm und die ehemalige Verwaltung der Raiffeisen-Warengenossenschaft werden saniert. © Müller

Bei den Erschließungsarbeiten wurden Probleme mit der Entwässerung festgestellt. „Wir haben dieses Thema jetzt lösen können“, berichtet Süssmann. Nun geht die gesamte Angelegenheit im Juli oder August zum zweiten Mal in den Bauausschuss. Die Pläne werden dann ausgelegt und in einem beschleunigten Verfahren behandelt. Süssmann sagt, dass spätestens Anfang des kommenden Jahres alles abgeschlossen sein solle.

110 neue Wohnungen sollen in Walsrode entstehen

Angeboten wird neuer Wohnungsraum für Walsrode, 110 Wohnungen in verschiedenen Größen zu unterschiedlichen Preisen. Es wird in allen Bereichen mehrgeschossig gebaut werden. Süssmann spricht von dreigeschossiger Bauweise plus Dachausbau. Und es werden Stadthäuser angeboten. Mittendrin entsteht ein großer Platz, der „Leben in die Bude“ bringen soll. „Wir wollen dabei nicht nur Wohnungen anbieten, sondern auch Platz für kleine Gewerbebetriebe, die sich hier integrieren können.“ Einfamilienhäuser im ursprünglichen Sinn oder Bungalows werde es hier nicht geben.

Bei einer verfallenen Scheune fehlen viele Dachpfannen, auch die Gefache sind beschädigt.
Diese Scheune, die auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofes steht, wird im Rahmen der Erschließungsarbeiten abgerissen. © Müller

Das Architekturunternehmen hat das ehemalige Verwaltungsgebäude von Raiffeisen gekauft und saniert es zurzeit. Auch der große Turm der Flockenfabrik wird von dem Walsroder Architekturbüro saniert und dürfte eines der herausragenden Bauwerke in dem neuen Quartier werden. Entstehen werde, so der Stadtplaner, ein Gebiet mit „urbanem Charakter“. Und ein neuer Treffpunkt an der Peripherie der Stadt.  mü

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