Rethemer Tafel-Leiterin Antje Suhr berichtet über Corona-Auswirkungen

Zwischenzeitlich eher weniger als mehr

Aufschlüsse: Lars Klingbeil in der Rethemer Tafel.
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Aufschlüsse: Lars Klingbeil in der Rethemer Tafel.

Rethem – Während der Corona-Pandemie stehen helfende Projekte und Tafeln in Deutschland vor neuen Herausforderungen: Fehlende Helfer und zeitweise Engpässe bei der Lieferung von Lebensmitteln zählen zu den Problemen. Und trotzdem versuchen die ehrenamtlichen Mitarbeiter einer Pressemitteilung zufolge, die Lebensmittelversorgung vor Ort aufrechtzuerhalten. Der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil und Rethems SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jonas Wussow haben sich deshalb gemeinsam mit Vertreterinnen des Kirchenprojekts „Weniger und mehr. Hol ab oder bring her“ in Rethem über die Auswirkungen der Pandemie und grundlegende Möglichkeiten der Unterstützung ausgetauscht.

Seit 2006 werden bedürftige Menschen in Rethem vor Ort mit Lebensmitteln versorgt. Während der Corona-Pandemie haben die Leiterin von „Weniger und mehr“, Antje Suhr, und ihre Helferinnen und Helfer verschiedene Maßnahmen ergriffen. So wurde die Lebensmittelversorgung so gestaltet, dass weder die Kunden noch die ehrenamtlichen Mitarbeiter sich einem erhöhten gesundheitlichen Risiko ausgesetzt sehen. So gebe es nun längere Öffnungszeiten und es könne nur eine Person zurzeit die Räumlichkeiten betreten. Zudem seien einige Mitarbeiter ausgefallen, da sie selbst zur Risikogruppe gehören. „Aufgrund genauer Absprachen und der hohen Einsatzbereitschaft konnte der Betrieb aber weiterhin aufrechterhalten werden“, erklärte Suhr im Gespräch mit Klingbeil.

Schwierig sei für viele Kunden, dass man sich momentan nicht mehr bei der Lebensmittelausgabe treffen könne. Soziale Kontakte fielen somit weg. Verständnis für die Maßnahmen hätten aber alle, so Suhr weiter. Lars Klingbeil und Jonas Wussow bedankten sich für das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und bei den zahlreichen Spenderinnen und Spendern während der Pandemie. Die Arbeit bei „Weniger und mehr“ zeige, worauf es während der Corona-Krise ankäme: „Nur wenn wir als Gesellschaft zusammenhalten, werden wir gut durch diese Krise kommen“, machte Klingbeil deutlich.

In Zukunft sei es wichtig, sich Themen wie der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung weiter anzunehmen. Hierzu müsse man verbindliche Zielmarken vereinbaren und eine noch bessere Ursachenanalyse betreiben. Schließlich fordere die SPD eine gesetzliche Regelung, die es Lebensmittelproduzenten und -händlern verbiete, noch genießbare Lebensmittel wegzuwerfen oder unbrauchbar zu machen. Zudem solle die Kooperationen mit Organisationen wie Tafeln oder Projekten wie „Weniger und mehr“ nach den Forderungen der SPD verpflichtend werden. So könne auch die Lebensmittelversorgung der Tafeln und diakonischen Projekte sichergestellt werden.

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