Landesmittel machen Neubau im Londypark erst möglich

Zusage über 61 500 Euro

Unterschrift für den Förderbescheid: Monika Scherf (r.) und ArL-Mitarbeiterin Daniela Steinhoff sichern der Stadt Rethem finanzielle Unterstützung zu.
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Unterschrift für den Förderbescheid: Monika Scherf (r.) und ArL-Mitarbeiterin Daniela Steinhoff sichern der Stadt Rethem finanzielle Unterstützung zu.

Rethem – Cort-Brün Voige freut sich. „Da haben wir lange drauf gewartet“, sagt Rethems Stadtdirektor, als er von einer Förderzusage des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg hört. Im Rahmen der sogenannten Kofinanzierungshilfe, durch die der Eigenanteil der Kommunen bei der Finanzierung von Projekten reduziert werden soll, fließen weitere 61 500 Euro an Landesmitteln an die Aller. Sie ermöglichen den Bau eines neuen touristisches Highlight im Londypark.

Dessen Vorgänger, von den Tennisspielern des SV Viktoria Rethem als Vereinsheim und vom Minigolf-Betreiber als Kiosk genutzt, wurde in dieser Woche abgerissen. Nach einem Frost-Wasserschaden war es so nachhaltig beschädigt, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnte.

An gleicher Stelle soll nun der Neubau entstehen. Ebenfalls eingeschossig, „aber etwas größer als der alte Baukörper“, berichtet Voige. Und das so schnell wie möglich.

Geht es nach dem Willen der Stadt, soll das Multifunktionsgebäude bereits im kommenden Jahr eingeweiht werden. „Wir sind wirklich bestrebt, eine kurzfristige Realisierung hinzubekommen“, sagt der Stadtdirektor. Er weiß aber, dass das nicht allein in der Hand der Kommune liegt. Die nötigen Gewerke müssen auch die Zeit haben, noch in diesem Winter beginnen zu können.

Aktuell, so der Stadtdirektor, laufe die Ausschreibung. Sobald die Angebote vorliegen, soll der Verwaltungsausschuss über den Zuschlag entscheiden.

Zwei Millionen Euro sind für das neue Gebäude veranschlagt. Weil es sowohl für den Sport als auch für touristische Zwecke und wieder für einen Kiosk genutzt werden soll, gibt es finanzielle Unterstützung vom Land.

Im Rahmen der Förderung für das Projekt der Leader-Region Aller-Leine-Tal gab es bereits eine Zusage über rund 100 000 Euro. Zusammen mit der jetzigen Kofinanzierung beläuft sich die finanzielle Unterstützung nun auf rund 161 500 Euro. Rund 17 000 Euro erwartet die Stadt Rethem nach dem Frost-Schaden noch von der Versicherung. Der SV Viktoria Rethem beteiligt sich laut Cort-Brün Voige mit 5 000 Euro an dem Projekt.

Nach dieser Rechnung muss die Stadt nur noch 16 500 Euro aufbringen und erhält dafür einen modernen Neubau. In ihm sollen auch öffentliche Toiletten untergebracht werden. Außerdem würden Räumlichkeiten geschaffen, in denen Radtouristen oder Padler nach kurzfristiger Anmeldung ein Bett für die Nacht fänden, so Voige.

Ein Konzept, das überzeugte. Das aber ohne eine Förderung für die Stadt nicht umzusetzen wäre.

„Wenn wir den regionalen Strukturwandel und die Entwicklung der ländlichen Räume voranbringen wollen, ist es enorm wichtig, bei den schwächeren Kommunen die Eigenmittelquote zu reduzieren. Denn sonst würden die EU-Fördermittel gerade da, wo sie besonders benötigt werden, am Ende gar nicht ankommen“, erklärt die Leiterin des ArL, Monika Scherf.

Die Kofinanzierungshilfen sollen die Kommunen in die Lage versetzen, die für EU-Förderungen notwendigen Eigenanteile für große Projekte aufzubringen. Das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung unterstützt insgesamt 37 Kommunen in ganz Niedersachsen mit angespannter Haushaltslage. Aktuell ist vorgesehen, dass im Lüneburger Amtsbezirk davon acht Kommunen profitieren werden – mit einem Volumen von mehr als 1,7 Millionen Euro.

Monika Scherf: „Dieses insgesamt sehr erfreuliche Ergebnis für den Amtsbezirk Lüneburg zeigt, dass wir in unseren Kommunen kreative, gelegentlich auch mutige Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben, die mit ihren Stadt- und Gemeinderäten gute Ideen entwickeln und sie gemeinsam mit den erfahrenen Förderberatern meines Hauses in Projekte gießen und auf den Weg bringen“.  kp

Nach dem Abriss des alten Kiosks und Vereinsheims ist nun der Blick frei Richtung Burghof. An gleicher Stelle soll aber so schnell wie möglich mit dem Neubau begonnen werden, am besten noch in diesem Winter.

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