In zehn Jahren als Veranstaltungszentrum etabliert / Verein sucht Mitstreiter

Burghof: Vom Schandfleck zum Schmuckstück

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Am 20. Juni kommen die „Bayernstürmer“. Karten gibt‘s im Vorverkauf für zehn Euro bei Mode Wulff, Hol ab und der Knips- und Kritzelkiste in Rethem, in Walsrode bei Völxen und in der Heine-Buchhandlung sowie im Cecil Store in Verden.

Rethem - Zehn Jahre ist es her, dass die Stadt Rethem als Eigentümerin ihren Burghof einweihte. Seitdem hat sich das moderne Haus auf historischem Grund als Kultur- und Veranstaltungszentrum etabliert, auch – oder vielleicht sogar gerade – über die Stadtgrenzen hinaus.

Konzerte im Monatstakt, Partys, Ausstellungen, Kino, das sonntägliche Kultur-Café der Rethemer Landfrauen, das Internationale Aller-Leine-Tal-Oldtimertreffen an Himmelfahrt und nicht zuletzt die große Silvesterfeier haben den Burghof im zurückliegenden Jahrzehnt zu einem beliebten Anlaufpunkt gemacht. Und ginge es nach Peter Rabe, würde auch Carlos Santana am Burghof auftreten.

„Aus einem Schandfleck ist eine Rethemer Schmuckstück geworden“, formuliert es Rabe vom Vorstand des Burghof-Vereins. Wie Mitstreiter Edwin Daube kann er sich noch gut an das zugewucherte Areal am Rand des Londyparks erinnern. Dass dort einst eine der größten Burgen Norddeutschlands stand, sei aus dem Gedächtnis der Rethemer komplett gelöscht gewesen.

Den runden Geburtstag des Neubaus möchte der Trägerverein feiern: am 1. November ganz offiziell mit einem Empfang, am 20. Juni zünftig mit den „Bayernstürmern“, der norddeutschen Show-Band mit dem bajuwarischen Temperament.

Und so ganz nebenbei möchten die Frauen und Männer um den ersten Vorsitzenden Frank Leverenz auch Werbung in eigener Sache betreiben. Ihr Ziel: den Verein und damit den Burghof auf eine (noch) breitere Basis stellen. Soll heißen: Weitere Mitstreiter sind herzlich willkommen.

Das können Menschen sein, die den Verein kraft ihres Mitgliedsbeitrages unterstützen möchten, solche, die neue Veranstaltungsideen haben und diese auch mit umsetzen wollen und/oder solche, die bei Konzerten und Partys mit anpacken – bei freiem Eintritt natürlich.

120 Mitglieder zählt der Burghof-Verein zurzeit. Gemessen an der Einwohnerzahl Rethems ist da noch Luft nach oben. Die Zahl der Nutzer allerdings ist um ein Vielfaches höher. Gut also, dass der aktuelle Vorstand bei seinem Amtsantritt 2011 den Entschluss fasste, Aufgaben zu delegieren und zu professionalisieren. Leverenz: „Allein ehrenamtlich ist das nicht zu leisten.“ So ist nun Gudrun Fischer-Santelmann als Koordinatorin der kulturellen Veranstaltungen tätig. Und mit Albrecht Hogrefe verfügt der Verein seit Beginn des Jahres über einen Geschäftsführer.

Der ausgebildete Ökonom und erfahrene Unternehmensberater fungiert als Gebäudeverwalter. Als solcher hat er nicht nur ein Auge auf die Bewirtschaftung des Burghofes, auch die Buchungen gehen über seinen Schreibtisch.

Von denen gibt es reichlich, wie Hogrefe berichtet. „An den Wochenenden sind die Termine schon sehr ausgesucht“, sagt er. Hochzeiten, Jubiläen, runde Geburtstage und andere (Familien-)Feste sorgen für einen gut gefüllten Terminkalender.

Innerhalb der Woche gibt es allerdings noch Lücken. Dabei bietet sich der idyllisch gelegene Burghof auch für Tagungen und Seminare an. Peter Rabe geht sogar noch etwas weiter. Nach dem Erwerb des Ratskellers durch den Energie- und Gewerbepark Rethem (Egra) könnte er sich eine Kooperation vorstellen à la „Im Ratskeller nächtigen, im Burghof tagen“.

Auch Frank Leverenz hat sich schon so seine Gedanken um die Zukunft des Burghofs gemacht. Er wünscht sich dort mittelfristig einen gastronomischen Betrieb. Zwar leisteten die Landfrauen um Helga Meyer mit dem Café eine super Arbeit. „Aber in der Woche fehlt einfach was“, verweist der Vorsitzende auf die Radtouristen, die Rethem gerne ansteuern.

kp

Weitere Informationen unter

www.burghof-rethem.de.

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