Zehn Jahre Burghof Rethem / Bald Kooperation mit dem Forum-Verein

Ziel: Beseitigung des Defizits

+
Engagieren sich für den Burghof und würden sich über neue Mitglieder sehr freuen: Manfred Daube, Gudrun Fischer-Santelmann, Frank Leverenz, Britta Dietrich, Albrecht Hogrefe und Helga Meyer (v.l.).

Rethem - Auf zehn Jahre voller Aktivitäten blickt der Burghof-Verein Rethem zurück. Gestern trafen sich Vorstandsmitglieder, Kulturkoordinatorin Gudrun Fischer-Santelmann und Geschäftsführer Albrecht Hogrefe und zogen Bilanz, warfen aber auch einen Blick in die Zukunft.

Der Verein sei am 8. März 2005 in Helms Hotel gegründet worden, erzählte der Vorsitzende Frank Leverenz. 75 Gründungsmitglieder seien es damals gewesen. Im Juli folgte die Eintragung ins Vereinsregister.

Sie hätten überlegt, ob sie zum runden Geburtstag etwas machen sollten und hätten im Sommer das Konzert mit den Bayernstürmern veranstaltet. Am 1. November wird mit geladenen Helfern, Vereins- und Ratsmitgliedern gefeiert.

Der Bau des Burghofes habe 2004 nach sechsjähriger Vorbereitungszeit begonnen, sagte Leverenz. Einweihung sei am 16. Dezember 2005 gewesen. Damals sei diskutiert worden, wie man mit dem Gebäude umgehen solle. Verwaltungschef Rainer Schmuck habe angeregt, dass sich ein Verein darum kümmern solle.

Walter von Döhlen habe als erster Vereinsvorsitzender Pionierarbeit geleistet, lobte Leverenz. „Da gehört viel dazu, einen Verein so aufzubauen.“ Britta Dietrich ergänzte, dass es schon damals viele Kritiker gegeben habe. Aber auch die, die Potenzial gesehen hätten. „Und Walter war einer von denen.“ Manfred Daube zeigte sich sicher: „Ohne Walter von Döhlen würde es den Verein in dieser Form nicht geben. Er hat unheimlich viel Zeit, Arbeit und Energie investiert – zusammen mit seiner Frau Gudrun.“

Intensivierung

des Themas Vermietung

Die ersten zwei Jahre seien die Einnahmen aus dem Kulturbetrieb sehr gut gewesen, berichtete Leverenz. 2006 seien es 8700 und 2007 knapp über 10000 Euro gewesen. „Das ist ein Zeichen, dass hier ein Angebot gefehlt hat.“

Seit 2011 arbeite der heutige Vorstand zusammen. „Wir haben es geschafft, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen“, erzählte Leverenz. Sie hätten dem Burghof auch eine komplett neue Ausrichtung gegeben. Nach zuvor sinkenden Einnahmen seien die Zahlen sukzessive immer besser geworden. 2014 hätten sie knapp unter 16000 Euro alleine mit dem Kulturbetrieb erwirtschaftet.

Hogrefe sagte, dass in all den Jahren die Einnahmen nie ganz die Kosten gedeckt hätten. „Es ist zwar nur noch ein kleines Defizit, es ist aber ein Defizit.“ Um dieses zu beseitigen, hätten sie Pläne. Es gebe Kooperationsgespräche mit dem förderfähigen Forum-Verein. Dieser solle Veranstalter für den Kulturbetrieb werden. Der Burghof liefere den organisatorischen Hintergrund und das Know-how durch Gudrun Fischer-Santelmann und ihn. Sie hofften, Fördermittel beim Landschaftsverband Lüneburg beantragen zu können. Die Frist laufe am 31. Oktober ab. Unterstützt werden solle der Zyklus „Lieder und Lesungen aus der Region für die Region“, der sich über das kommende Jahr erstrecke.

Leverenz lobte das Engagement der Landfrauen beim sonntäglichen Kaffeetrinken. Dieses sei eine feste Einrichtung geworden.

„Intensivieren wollen wir das Thema Vermietung, idealerweise auch unter der Woche“, sagte Hogrefe. Da hätten sie noch Kapazitäten frei. Leverenz rechnet für das kommende Jahr mit besseren Zahlen – nicht zuletzt dank eines neuen Flyers, der den Burghof als Veranstaltungsort bewerbe.

Hogrefe lobte das Engagement der Ehrenamtlichen, ohne die der Burghof-Betrieb nicht funktioniere. Und das auch draußen. Er nannte das Grüne Rethem und die Rethemer Runde. Nicht nur die Vereinsmitglieder seien aktiv, auch viele andere hätten Spaß zu helfen und in Geselligkeit mitzumachen. Fischer-Santelmann erwähnte Bastelnachmittage und Kino-Veranstaltungen. Jedesmal seien andere Beteiligte aktiv.

Grundsätzlich lebe der Verein aber durch Mitglieder. Allerdings stagnierten die Zahlen, berichtete Leverenz. 120 seien es derzeit, und es könnten gerne mehr werden. „Wir würden uns sehr über Jüngere freuen“, so Hogrefe.

sal

Mehr zum Thema:

Germanwings-Jahrestag: Lubitz-Vater bezweifelt Alleinschuld

Germanwings-Jahrestag: Lubitz-Vater bezweifelt Alleinschuld

Fünf Rückkehrer beim Werder-Training am Freitag

Fünf Rückkehrer beim Werder-Training am Freitag

Neue Tragödie im Mittelmeer

Neue Tragödie im Mittelmeer

Grippewelle 2017: Ende zeichnet sich langsam ab

Grippewelle 2017: Ende zeichnet sich langsam ab

Meistgelesene Artikel

Schlägerei vor Diskothek

Schlägerei vor Diskothek

Walsrode fehlt ein Marktplatz

Walsrode fehlt ein Marktplatz

Unfall auf der B209: Radfahrerin stirbt

Unfall auf der B209: Radfahrerin stirbt

Betrunkener verpasst einem Polizisten ein blaues Auge

Betrunkener verpasst einem Polizisten ein blaues Auge

Kommentare