Kaffeemühlen, Porzellan, Segelschiffmodelle und Bücher sollen auch Geld einbringen

Flohmarkt in Rethem: Zähes Feilschen nervt Anbieter

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Anziehungspunkt: Der Stand mit einem Schiffsmodell, Taschen und ausrangierten Elektroartikeln. 

Rethem - Spielzeugritter und Comichefte, Spitzenhemdchen und Stöckelschuhe, Porzellanteller und ausrangierte Töpfe, aber auch ganz viel weihnachtlicher Klimbim: Beim von Ingo Lauchstädt organisierten Flohmarkt auf dem Parkplatz des Hol' Ab-Getränkemarktes in Rethem, gab es (fast) alles, was die Herzen großer und kleiner Schnäppchenjäger hüpfen lässt.

Der Tisch eines älteren Herrn erwies sich als besondere Fundgrube, die Neugierde weckte. So interessierten sich zwei muslimische Frauen für zwei schmale, ornamentreiche Zierkrüge aus Messing. Kaufen aber mochten sie keinen. Daneben stand eine dünne Holzfigur, auch ein Segelschiffmodell, auf dem schon Kolumbus gefahren sei, wie die Verkäuferin versicherte, rief Begierde bei den Schnäppchenjägern wach.

Insgesamt boten wohl an die 60 Flohmarktstände Bummlern und Schnäppchenjägern die Möglichkeit, in längst vergangene Zeiten einzutauchen. Denn, beim Anblick von Sammelalben, Schallplatten, Kaffeemühlen, Porzellan oder Ehrenzeichen konnte man auch leicht in Erinnerungen schwelgen. Der kleine Martin verguckte sich auf der Stelle in eine Kindergitarre. Ein kurzes Feilschen von Mama und Papa mit der Verkäuferin gehörte dazu, bevor er das Musikinstrument zum Schnäppchenpreis von sechs Euro in Besitz nehmen konnte. 

Kerstin Ebeling mit ihrer Weihnachtsdeko.

Alte Kinderbücher, Hörspiele und Spielzeug hatten die Viertklässler Robert und Nils auf einem Tapeziertisch ausgebreitet. „Man muss sich auch mal von den alten Sachen trennen“, fanden die beiden, die sich nach reiflicher Überlegung entschieden hatten, in ihrem Kinderzimmer auszumisten und das überflüssige Spielzeug auf dem Flohmarkt anzubieten. Angenehmer Nebeneffekt des Ausräumens: Durch den Verkauf kam ein bisschen Geld in die Spardose. Doch die Geschäfte liefen nur schleppend. „Besonders die ollen Kinderbücher und die Hörspiele gehen gar nicht gut“, sagten sie.

Ein paar Stände weiter versuchte Kerstin Ebeling ihr Glück: „Ich bin eine Sammlerin“, gab die Eickeloherin zu, an deren Stand es Weihnachtliches und Hausrat zu kaufen gab. „Ein Türkranz und eine Lichterkette waren zwar ruckzuck weg, das andere dauert scheinbar länger“, meinte die Händlerin achselzuckend.

Andere ärgerte das zunehmend zähe Feilschen der Besucher. „Man bekam irgendwie den Eindruck, die Kunden hätten am liebsten alles geschenkt bekommen“, meinte Flohmarktbeschicker Herbert Ortmann. - nie

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