Fertigstellung bis Mitte der 2020er-Jahre

Drei neue Brücken zwischen Rethem und dem Campingplatz Rethemer Fähre geplant

Sönke Zulauf vor einem Luftbild, auf dem die Brücken entlang der B209 zu sehen sind. - Foto: Elling
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Sönke Zulauf vor einem Luftbild, auf dem die Brücken entlang der B209 zu sehen sind.

Rethem - Gleich drei Brücken im Verlauf der B 209 zwischen der Stadt Rethem und dem Campingplatz Rethemer Fähre müssen ersetzt werden. Das sagte Sönke Zulauf, Fachbereichs-Leiter Planung bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Verden, am Donnerstga in einem Pressegespräch.

Es geht um die Allerbrücke direkt am Ortseingang, die kleine Seebrücke in Richtung Rethemer Fähre und schließlich die große Seebrücke über den Fährsee. Zahlreiche Fragen gelte es im Vorfeld zu klären, erläuterte Zulauf. Es gehe beispielsweise um die notwendigen Eingriffe in die Peripherie, hydraulische Gegebenheiten sowie den Trassenverlauf.

„Die gleichzeitige Erneuerung bietet sich an“, erzählte Zulauf. „Wir wollen die Leute nicht über Gebühr belasten.“ Die drei Bauwerke seien 1957/58 entstanden und abgängig. „Einen konkreten Zeitplan gibt es nicht“, so der Fachbereichsleiter. Allerdings sei beabsichtigt, die Arbeiten Mitte der 2020er-Jahre abgeschlossen zu haben. „Dann laufen die Reststandzeiten ab.“ Natürlich gebe es bis dahin regelmäßige Brückenprüfungen.

Eine Verstärkung der bestehenden Bauwerke reiche nicht, betonte Zulauf. „Wir werden vergleichen und gucken, was am zweckmäßigsten ist“, erläuterte der Fachbereichsleiter das weitere Vorgehen. Beispielsweise sei es möglich, am alten Standort neu zu bauen und für den Übergang eine Behelfsbrücke daneben zu errichten. Aber auch eine Anpassung der Trassenführung sei denkbar.

Die reine Bauzeit werde etwa zwei Jahre betragen. Am größten sei der Aufwand für die große Seebrücke wegen ihrer Spannweite.

„Rethemer nicht abschneiden“

„Wir werden die Rethemer nicht abschneiden“, betonte Zulauf. Es sei bekannt, dass die nächsten Querungsstellen der Aller „erheblich weit weg“ seien. „Wir müssen uns schon etwas einfallen lassen.“ Ob beispielsweise der Lkw-Verkehr einen anderen Weg nehmen müsse, sei noch völlig unklar. Kurzzeitige Sperrungen ließen sich jedoch nicht ausschließen, machte der Fachbereichsleiter deutlich. 

„Es wird Beeinträchtigungen geben.“ So müsse beispielsweise ein Behelfsbauwerk irgendwann angeschlossen werden. Wichtig sei, die Informationen rechtzeitig an den Mann und die Frau zu bringen. „Im Vordergrund steht, dass die Leute eine Querungsmöglichkeit haben.“

Es habe bereits einen Scoping-Termin beim Heidekreis im Zusammenhang mit der Umweltverträglichkeitsprüfung gegeben. Beteiligt seien die naturschutzfachlichen Träger öffentlicher Belange, die Gemeinde und der Landkreis. Da ein Überschwemmungs- und Flora-Fauna-Habitat(FFH)-Gebiet betroffen sei, käme hier der Unteren Naturschutz- und Wasserbehörde eine wichtige Rolle zu. Für die Planungen wäre es sicherlich einfacher, wenn bereits eine Schutzgebietsausweisung erfolgt wäre. Einfach werde es sicher nicht, alle Interessen zu berücksichtigen.

Das Projekt Freizeitsee fließe zunächst nicht in die Planungen ein. Sie wüssten, dass etwas entwickelt werden soll, so Zulauf. „Wenn es neue Erkenntnisse gibt, werden wir sie berücksichtigen.“

Aller Voraussicht nach würden die neuen Brücken den alten Bauwerken ähneln, sagte der Experte. „Aber auch das müssen wir erst noch näher untersuchen.

sal

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