Gedenken zum Volkstrauertag in Rethem / Beteiligung von Schülern

„Wir müssen dankbar sein“

Rethemer Schüler hatten sich mit Themen zu Krieg und Frieden und deren Folgen auseinandergesetzt.

Rethem – Das Gedenken zum Volkstrauertag in Rethem begann mit dem Gottesdienst. Pastor Philipp Wollek gedachte all jener, die Gewalt und Krieg hatten erleiden müssen, aufgrund ihrer Hautfarbe oder Gesinnung Verfolgung ausgesetzt waren oder es noch sind und all derer, die fliehen mussten oder sich auf der Flucht befinden. Es sind Hunderttausende.

Den Worten schloss sich Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige an, der darauf hinwies, dass der Volkstrauertag seit nunmehr 100 Jahren begangen werde. Kriege habe es immer gegeben. „Es ist an uns, etwas daraus zu lernen, damit sich Derartiges nicht wiederholt.“ Bislang bleibe die bittere Erkenntnis, dass die Menschheit nicht bereit sei, Schlüsse zu ziehen. Überall auf der Welt gebe es Gewalt und Krieg. „Wir müssen dankbar sein, dass zumindest wir in Mitteleuropa über 70 Jahre in Frieden haben leben können.“

Im Schweigemarsch ging es zum Ehrenfriedhof und anschließend zum Kriegerdenkmal. Schüler hatten freiwillig zusammen mit ihrer Lehrerin Sigrun Timme eine Aktion vorbereitet. Zunächst verlasen sie alle Namen von Rethemern, die im Zweiten Weltkrieg zu Tode gekommen waren. Außerdem hatten sie sich mit verschiedenen Themen mit Bezug auf Krieg und Frieden und deren Folgen auseinandergesetzt: mit dem Glück, ohne Krieg zu leben. Wie erging es Familien, die vor der faschistischen Gewalt der Nazis hatten fliehen müssen? Wie wurden sie von anderen Ländern aufgenommen? Und hat sich daran etwas geändert? Wie ist der eigene Umgang mit Flüchtlingen? Ist ein Frieden ohne Gerechtigkeit überhaupt möglich? Auch zu modernen Waffensystemen und deren Einsatz waren Überlegungen angestellt worden. Was die Schüler an Gedanken zu diesen Themen zusammengetragen hatten, stellten einzelne Sprecher vor.

Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte der Rethemer Posaunenchor, der ein Mammutprogramm zu absolvieren hatte. Bei einer Temperatur um den Gefrierpunkt, mussten die Musiker an sechs Stellen in der Samtgemeinde, zweimal in Rethem, in Stöcken, Frankenfeld, Altenwahlingen und in Wohlendorf, ihre Instrumente auspacken und dann mit klammen Fingern einigermaßen sauber spielen. Ihnen gebührt ein besonderes Lob für ihren Einsatz.  bä

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