Rethemer Londy-Schüler spenden 1 500 Euro für das Kinderhospiz Löwenherz

„Wir finden Ihre Arbeit sehr beachtlich“

Die Klassensprecher der Londy-Schule stellten viele Fragen zum Kinderhospiz Löwenherz, Brigitte Haase (2.v.r.) antwortete ausführlich. Ebenfalls im Bild: Karina Klingemann (3.v.r.), Monique Bekkema (4.v.r.), Julia Otterstätter (r.) und Schulleiterin Sandra Steinhoff-Schäfer (l.). Foto: Elling

Rethem - Stellvertretend für die Schülerschaft überreichten die Klassensprecher der dritten bis zehnten Klassen der Rethemer Londy-Schule die stolze Summe von 1 500 Euro an Brigitte Haase vom Kinderhospiz Löwenherz in Syke. Das Geld hatten die Jungen und Mädchen beim Weihnachtsbasar eingenommen. „Wir finden Ihre Arbeit sehr beachtlich“, sagte eine Schülerin zur Begrüßung.

In einer Dienstversammlung sei der Entschluss gefasst worden, das Geld für das Kinderhospiz zu spenden, berichtete Schulleiterin Sandra Steinhoff-Schäfer. Monique Bekkema und Julia Otterstätter, erste und zweite Vorsitzende des Eltern- und Freundeskreises der Rethemer Schule hatten daraufhin Kontakt zu der Einrichtung in Syke aufgenommen. Karina Klingemann, zuständig für die Schülervertretung, hatte mit den Klassensprechern Fragen an die Löwenherz-Vertreterin ausgearbeitet.

Bereitwillig berichtete Brigitte Haase über das Kinderhospiz. Das Haus biete Platz für acht schwerstkranke Kinder. Ein Stockwerk höher befänden sich Wohnungen für Eltern und Geschwister.

Die Schüler wollten wissen, wie viele Ehrenamtliche für das Kinderhospiz tätig sind. Es seien circa 120 Männer und Frauen, erfuhren sie von Brigitte Haase. Aufmerksam hörten die Schüler zu, als die Löwenherz-Vertreterin berichtete, wie die Mitarbeiter versuchen, den todkranken Kindern zu helfen. „Sie haben keine lange Lebenserwartung“, sagte sie. Das Hospiz stehe in Verbindung mit Ärzten und im ständigen Kontakt mit Pastoren. „Wir wollen den Kindern die verbleibende Zeit so angenehm wie möglich machen.“

Auch wie der Tagesablauf der jungen Patienten aussieht, wollten die Schüler wissen. Unterricht gebe es für sie nicht, beantwortete Haase eine Frage. Dafür seien sie zu krank. Die Kinder schliefen, äßen, so weit möglich, und könnten gegebenenfalls baden, in den Ballpool oder einen Spaziergang machen. Vorlesen, Arztbesuche und Zeiten im Gemeinschaftsraum gehörten ebenfalls dazu. Jeder Patient habe ein eigenes Zimmer, viele von ihnen müssten beatmet werden, berichtete Haase weiter. Eigene Sachen, wie zum Beispiel Poster, dürften nicht mit in die Räume. „Es muss steril sein.“ Die Spendengelder setze das Hospiz nur für die kranken Kinder ein. „Es muss viel gekauft werden, zum Beispiel Spiele, Essen und Pflegematerialien. Das ist alles sehr teuer.“ Der Bedarf sei groß. „Es gibt lange Wartelisten.“

Auf die Frage, ob ihr die Arbeit manchmal schwerfalle, antwortete die Besucherin, dass sie sich seit 20 Jahren für den Verein „Kinderhospiz Löwenherz“ engagiere. Wenn man zum ersten und zweiten Mal mit den Schicksalen der Kinder konfrontiert werde, sei es nicht einfach. „Viele Ehrenamtliche erzählen, dass sie gelernt haben, das Gesehene hinter sich zu lassen, wenn sie das Haus verlassen.“ Es sei aber nicht jedem vergönnt, damit fertig zu werden. Sie sei Oma von sieben Elternkindern. „Sie sind alle gesund. Das ist keine Selbstverständlichkeit.“ So sei der Wille entstanden, im Kinderhospiz mitzuarbeiten.

„Ich bin gerne zu euch gekommen und danke euch ganz herzlich, dass ihr das Geld für unsere Kinder spendet“, verabschiedete sich Haase von den beeindruckten Schülern. Sie überreichte ihnen zudem das Löwenherz-Plüsch-Maskottchen „Maximilian“.  sal

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Schützenfest in Kirchlinteln

Schützenfest in Kirchlinteln

Frau hinterrücks vor Zug gestoßen - Mann war polizeibekannt

Frau hinterrücks vor Zug gestoßen - Mann war polizeibekannt

Beachparty in Schwarme

Beachparty in Schwarme

Inselbahn-Wochenende in Bruchhausen-Vilsen

Inselbahn-Wochenende in Bruchhausen-Vilsen

Meistgelesene Artikel

Vier Männer überfallen Radfahrerin

Vier Männer überfallen Radfahrerin

Gegen Rocker- und Clan-Kriminalität: 200 Einsatzkräfte schlagen im Heidekreis zu

Gegen Rocker- und Clan-Kriminalität: 200 Einsatzkräfte schlagen im Heidekreis zu

Maskierte Einbrecher überwältigen und fesseln 81-jährige Frau und ihren Sohn

Maskierte Einbrecher überwältigen und fesseln 81-jährige Frau und ihren Sohn

Mit 173 km/h geblitzt

Mit 173 km/h geblitzt

Kommentare