Wenig Zeit für nächste Schritte

Erstes Treffen der Dorf-Arbeitsgemeinschaft Bierde und Böhme

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Die Natur, hier der Bierder See, spielt für die Einwohner eine bedeutende Rolle.

Bierde - Die Erstellung eines Entwicklungsplans stand im Mittelpunkt des ersten Treffens der Dorf-Arbeitsgemeinschaft Bierde und Böhme am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule in Bierde. Einwohner, Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Sozialem, Vereinen und Verbänden waren zu dieser Veranstaltung im Rahmen des Entwicklungsprozesses in der Dorfregion von Bierde bis Wittlohe eingeladen.

Karin Bukies von „Stadtlandschaft“ aus Hannover gab Einblick in die einzelnen Themenbereiche und nannte Beispiele, wie eine Förderung aussehen könnte. Vor allem aber erläuterte sie, was überhaupt gefördert werden kann. Unter anderem erläuterte sie den Umbau eines alten Bauernhauses in ein Tonstudio, wie aus einem Schweinestall Ferienwohnungen entstehen könnten, wie sich Ortsdurchfahrten entschärfen lassen und wie aus einem alten Gemäuer eine ansehnliche Apotheke werden kann.

Die Teilnehmer interessierte, welche finanzielle Unterstützung zu erwarten ist, welche Formalitäten zu beachten sind, um eine Fördermaßnahme in Gang zu setzen, aber auch, wie der zeitliche Ablauf der Umsetzung aussehen könnte. Erschwerend wirke sich aus, dass der Termin, an dem die Entwürfe vorgelegt werden müssen, von Februar 2019 auf September dieses Jahres vorverlegt worden sei. So bleibe für die nächsten Schritte nur wenig Zeit, sagte Bukies. Das bedeute, dass Entwürfe bereits bis zu den Sommerferien stehen müssten.

Die Natur, hier der Bierder See, spielt für die Einwohner eine bedeutende Rolle.

Die Referentin erwähnte kurz, was ihr im Zusammenhang mit Böhme und Bierde ins Auge gefallen sei: der Blick auf die Kirche, die Alte Schule (Dorfgemeinschaftshaus), umgeben von hohen Eichen, viele Höfe mit ortsbildprägenden Gebäuden, alte Holzscheunen, aber auch Geschichtliches wie die Birger Burg oder der Name „Torador“, über dessen Zustandekommen niemand etwas beitragen konnte, außer dass es sich um einen Hengst handelte, nach dem sogar der Bierder Sportverein wurde. 

In Böhme sei das Rittergut ein Blickfang, außerdem präge der Böhmeverlauf das Ortsbild. Imponierend sei auch das kleine „Museum“ an der Abzweigung nach Klein Eilstorf, und der Bereich um die ehemalige Schule (jetzt Kindergarten). Auffällig seien die vielen Exponate im ganzen Dorf, zum Beispiel die Milchkannen.

Böhmer schätzen Natur, Idylle und Wald

Schließlich wurden die Anwesenden aufgefordert, sich zu drei Themenbereichen zu äußern. Die Teilnehmer sollten sagen, was sie besonders an ihrem Dorf schätzen, ob es ein Ereignis gibt, das sie in besonderer Erinnerung haben, und was sie sich für ihr Dorf wünschen.

Hier einige Antworten in Stichworten. Erster Themenbereich: Natur, Idylle, Wald, Marsch mit ihren im Frühjahr blühenden Hecken, Bierder See mit Badestelle, die aktive Dorfgemeinschaft und die vielen Zugvögel. Besondere Ereignisse: Feiern mit der Dorfgemeinschaft, Osterfeuer, Holztage, Einweihung der Orgel und das Hochwasser. 

Als Wünsche wurden genannt: ein Radweg, der die Orte an der L 159 verbindet, mehr Infotafeln, die Ausschilderung von Reitwegen, die Erweiterung des Spielplatzes, ein Bolzplatz für etwas ältere Kinder, eine bessere, vor allem hellere Straßenbeleuchtung, ein saisonales Café, eine Aufenthaltsmöglichkeit mit Computern und Musik für Jugendliche.

Abschließend forderte Bukies die Besucher auf, sich Gedanken zu machen, was für Pläne in Angriff genommen werden könnten und Ergebnisse ans Planungsbüro weiterzuleiten. - bä

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