Bürgermeister tritt nicht für dritte Amtszeit in der Samtgemeinde Rethem an

Voige kandidiert nicht wieder - Überraschte Reaktionen

Cort-Brün Voige.
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Cort-Brün Voige (l.) wird nicht wieder als Samtgemeindebürgermeister kandidieren. Das eröffnet Bewerber Björn Symank aus Morsum große Chancen.

Rethems Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige tritt nicht für eine dritte Amtszeit an. Das gab er am Donnerstag in einer Pressenotiz bekannt. Politiker äußerten sich überrascht von dieser Entscheidung.

  • Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige kandidiert nicht für eine dritte Amtszeit.
  • Auch seine Posten als Stadtdirektor und Gemeindedirektor werden vakant.
  • Politiker aus der Samtgemeinde zeigen sich überrascht.

Rethem – Wer immer ab Spätherbst als Samtgemeindebürgermeister im hoffentlich dann fertig sanierten Rethemer Rathaus sitzt – Cort-Brün Voige wird es nicht sein. In einer Pressenotiz teilte der 58-Jährige am Donnerstag mit, dass er nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren werde. Damit werden auch die Posten als Stadtdirektor und Gemeindedirektor von Böhme und Frankenfeld vakant.

Die Kommunalwahl ist für den 12. September angesetzt. Der Nachfolger oder die Nachfolgerin wird dann am 1. November das Amt antreten.

Gründe für seine Entscheidung nennt Voige nicht, ebenso wenig will er zu diesem Zeitpunkt verraten, welcher Tätigkeit er ab November nachgehen wird. „Das ist meine Privatsache“, sagt er auf Nachfrage. Sein Rückzug aus dem Rethemer Rathaus sei jedoch nicht gleichbedeutend damit, dass er den Beruf wechsle.

„Mit einer Amtszeit von 15 Jahren bin ich aktuell der dienstälteste hauptamtliche Bürgermeister im Heidekreis“, teilt Voige mit. „Davor war ich bereits rund sechs Jahre ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Häuslingen. Im Samtgemeinderat bin ich ununterbrochen seit 1991 tätig. Nach dieser langen Zeit werde ich am 12. September nicht für eine dritte Amtszeit als Samtgemeindebürgermeister kandidieren“, heißt es weiter in dem Schreiben.

Ich bin dankbar, dass ich die spannende Aufgabe als Bürgermeister der Samtgemeinde Rethem für die Menschen in unseren 13 Orten über einen solch langen Zeitraum ausüben durfte. Gemeinsam mit meinem Team in der Verwaltung konnte in diesen Jahren vieles erfolgreich umgesetzt werden.

Die verbleibende Zeit im Amt werde ich vorrangig dazu nutzen, laufende Maßnahmen weiter zu begleiten und möglichst abzuschließen, aber auch um die Amtsübergabe vorzubereiten.“ Ganz oben auf der Agenda stünden Themen wie die Stadtsanierung, die Entwicklung der Dorfregion und natürlich die Sanierung des Rathauses, so Cort-Brün Voige.

Vertreter von CDU und SPD nehmen die Entscheidung des Samtgemeindebürgermeisters mit großer Überraschung zur Kenntnis. Sowohl Renate Rodewald, Vorsitzende der Rethemer Christdemokraten, als auch der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jonas Wussow und der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Leseberg hatten eine erneute Kandidatur Voiges erwartet.

„Mal sehen, wie wir jetzt den Rest des Jahres verbringen“, sagt Leseberg und hofft für die letzten Monate mit Cort-Brün Voige als Chef der Verwaltung auf eine professionelle Zusammenarbeit. „Konstruktiv und auf Augenhöhe“ sollte sie sein, so Wussow

Grundsätzlich begrüßt Leseberg aber die Entscheidung Voiges und zieht einen Vergleich zum Fußball. „Ein Trainer muss irgendwann gewechselt werden“, so der Fraktionsvorsitzende, „sonst schleift sich einiges ein.“

Chancen für den gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten von CDU und SPD

Björn Symank tritt bei der Wahl im September als Bürgermeisterkandidat an.

Im gleichen Atemzug rechnen sich die Politiker jetzt einige Chancen für ihren gemeinsamen Kandidaten aus. Die Vorstände der beiden einzigen Parteien im Samtgemeinde- und im Stadtrat hatten sich vor einem Monat auf den Morsumer Björn Symank verständigt. Er soll formell auf der nächsten CDU-Mitgliederversammlung nominiert werden. Der SPD-Vorstand wird sich per Brief die Unterstützung der Basis zusichern lassen.

„Sie glauben doch nicht, dass es nur bei einem Kandidaten bleibt“, rechnet Voige damit, dass auch noch andere ihren Hut in den Ring werfen. Nur dann sei es in seinen Augen auch eine wirkliche Wahl.

Ein Name taucht in diesem Zusammenhang immer wieder auf: Dr. Kathrin Wrobel, Bürgermeisterin der Gemeinde Häuslingen. Die Juristin könnte als parteilose Kandidatin antreten. Aus der CDU jedenfalls sei sie aufgetreten, bestätigt Rodewald.

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