Egra und Familie Besier wollen investieren

Visionen für eine attraktive Stadt

Rethem - Ihre Visionen für die Rethemer Innenstadt präsentierten Dieter Moll, Geschäftsführer der Egra, und Stephan Besier am Donnerstagabend auf einer Sitzung des Rethemer Stadtrates im Burghof. Sie stellten Visionen und mögliche Investitionen im Zuge der Innenstadtsanierung vor, die die Politiker mit Interesse verfolgten.

Moll sagte, dass es sich um einen relativ frühen Zeitpunkt handele, aber die erwartete Förderung für die Innenstadtsanierung in Höhe von sechs bis sieben Millionen Euro sollte frühzeitig vorbereitet werden. Die Gesellschafterversammlung der Egra habe sich als Ziel gesetzt, das Projekt Ratskeller voranzubringen und hierbei das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek) zu nutzen. Es gehe vor allem darum, einen zentralen Punkt als Teil des zu schaffenden Stadtzentrums wieder herzurichten. Hier nannte er die Stichworte Integration in den neu zu schaffenden zentralen Platz, rückwärtige Freiraumgestaltung, zum Beispiel mit Biergarten, und gegebenenfalls Einbezug des westlich angrenzenden Gebäudes.

Entstehung von Wohnraum

Moll stellte das Isek-Konzept vor. Das Hauptziel bestehe darin, den engeren Zentrumsbereich mit seiner Hauptachse entlang der Langen Straße sowie die angrenzenden Wohngebiete mit zum Teil Denkmal geschützter Bausubstanz aufzuwerten. Der historische Kern der Burghofanlage mit Rathaus und angrenzenden Grünzonen solle einen kulturellen Schwerpunkt darstellen. Ein „Stadtzentrum“ solle im historischen und räumlichen Zentrum durch die Nachnutzung des Ratskellers und Platzbildung an der Unteren Mühlenstraße/Ecke Lange Straße entwickelt werden. Der dritte Magnetpunkt bestehe am Amtshauptmann-Jordan-Platz, der mit Sparkasse und gegebenenfalls Neunutzungen als kommunikativer Bereich weiterentwickelt werden solle. Angesprochen werde auch die Freilegung der Bachuferzonen. Moll erwähnte die Stadt Walsrode, in der ein Flanier- und Gehbereich entstehe. Etwas Ähnliches sei für Rethem angedacht.

Frank Leverenz habe ihn mit der Familie Besier zusammengebracht, die mit dem Gedanken spiele, etwas für ihre Heimatstadt zu tun. Die ursprüngliche Idee der Besiers, Wohnraum im Londy-Park zu schaffen, sei auf Vorbehalte gestoßen. Dann sei der Gedanke aufgekommen, zusammen mit der Egra etwas bei der Innenstadtsanierung zu machen. „Wir haben überlegt, wie die Sache aussehen könnte und ein Konzept entwickelt, welches trotz aller Unabwägbarkeiten verfolgt werden könnte.“

Der Isek-Planer habe bedauert, dass sehr wenig Freiflächen entlang der Langen Straße zur Verfügung stehen. Dies könne sich ändern, so Moll. Diverse Grundstückseigentümer hätten ihre Verkaufsbereitschaft signalisiert. Die Gebäude Richter und Griesbach sowie Beuss ständen zum Verkauf. Abrisse seien denkbar.

„Die Egra kann sich vorstellen zu investieren, wenn entsprechend positive Signale vorliegen und die Gesellschafter dem Projekt zustimmen.“

Besier berichtete, dass seine Familie sehr interessiert daran sei, die Stadt attraktiver zu machen. Entstehen solle moderner Wohnraum. „Das ist ein Problem in Rethem. Das merken wir an unseren Mitarbeitern.“ Ein Planer habe sich bereits mit dem Thema beschäftigt und mehrere Gebäude entworfen. „Isek macht es für uns interessant.“ Moll ergänzte, dass auch seitens Egra der Bedarf an adäquaten Unterkünften für Monteure und Ingenieure zunehme.

Ratsvorsitzender Frank Leverenz sagte, dass er in dem Vorhaben eine Chance für Rethem sehe. Abschließend betonte Besier, dass seine Familie froh über weitere Investoren in Rethem wäre. „Das Potenzial ist da, Rethem ist auf einem guten Weg.“ - sal

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