SSV Viktoria beschließt Beitragserhöhung

Sportler müssen mehr zahlen

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Wolfgang Leseberg (l.) bedankt sich bei Horst Uhde für dessen Engagement.

Rethem - „Eigentlich hatte ich mit mehr Anwesenden gerechnet, denn auf der Tagesordnung stehen mit einer Satzungsneufassung und einer Beitragsänderung Programmpunkte, die Brisanz versprechen“, stellte Wolfgang Leseberg, erster Vorsitzender des SV Viktoria Rethem, bei seiner Begrüßung fest.

Doch zu solch einer Brisanz kam es gar nicht erst. Leseberg konnte eindrucksvoll belegen, dass ab 2016 mit einem finanziellen Minus zu rechnen ist, das sich bei etwa 9000 Euro einpendeln dürfte. „Wir haben zwar noch etwa 11.000 Euro in der Hinterhand, doch die werden schnell aufgebracht sein.“ Dazu will es der Verein es jedoch gar nicht erst kommen lassen. Dass eine Beitragserhöhung unumgänglich ist, leuchtete ein, strittig waren lediglich die Beitragssätze.

Nach Vorstellungen des Vorstandes wird es jene, die sich bislang für den Familienbeitrag entschieden hatten, am härtesten treffen. Sie zahlen künftig 240 Euro. 72 Euro mehr als bisher, aber immer noch 32 Euro weniger als bei der Zahlung von Einzelbeiträgen. Interessant wird dieses Model allerdings für Familien ab vier Mitgliedern. Die neuen Beiträge sehen folgendermaßen aus: Erwachsene: 108 Euro, Aktive ab 65 Jahre: 84 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre: 84 Euro, Studierende bis 27 Jahre: 84 Euro, Passive, die kein Angebot nutzen: 24 Euro. Laut neuer Satzung ist es möglich für bestimmte Sparten Zusatzbeiträge zu erheben sowie Kursgebühren. Wenn wir unsere Gemeinnützigkeit behalten wollen, brauchen wir eine geänderte Satzung. Vor allem die 1960 festgelegten Formulierungen müssten angepasst werden,“ teilte Vorsitzender Leseberg mit. Mit Hilfe von Peter Rabe sei das inzwischen erfolgt. Der Gemeinnützigkeit, so ließ das Finanzamt verlauten, stehe weiterhin nichts im Wege.

Rückblickend auf das Jahr 2015 freute sich Leseberg über die außergewöhnlichen Erfolge der Fußballer, die in drei Spielklassen bei den Senioren um die Meisterschaft mitkämpfen. Eine weitere Glanzleistung gelang der U17, die Herbstmeister wurde und aufstieg. Erfreuliches gibt es auch von den Tennisspielern zu berichten: 28 Jugendliche werden von Joachim Rose betreut. „Mehr geht nicht“, berichtete der Coach. Zumindest nicht ohne weitere Unterstützung. Noch schlechter sieht es für die Judokas aus, deren Übungsleiter fortzieht und für den bisher leider kein Ersatz in Sicht ist. Die Body Fit-Gruppe hat dagegen mit Sabrine Haink eine neue Übungsleiterin gefunden.

Mehrere Jahrzehnte lang hat Rethems ehemaliger Samtgemeindedirektor Horst Uhde im Vorstand mitgearbeitet und auch jetzt unterstützt er immer noch die Vereinsarbeit. Dafür verlieh Wolfgang Leseberg ihm jetzt die goldene Ehrennadel.

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