Vier Teams mit Vertretern aus dem Heidekreis beim Eifel-Rallye-Festival

Mönchmeyer und Jahns haben nichts verlernt

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Cord Mönchmeyer (l.) und Jürgen Jahns vor dem Toyota Corolla.

Rethem - Einige Fahrer des MSC Aller-Leine Rethem und aus dem Heidekreis haben das Eifel-Rallye-Festival besucht. Über 150 Teams aus 15 Nationen und vier Kontinenten zeigten über 50 Jahre Rallyegeschichte. Die Piloten, unter ihnen mit Schirmherr Walter Röhrl, Hannu Mikkola, Stig Blomqvist, Timo Salonen und Sandro Munari fünf ehemalige Rallyeweltmeister, bewiesen, dass sie im Alter nichts von ihrem Können verlernt haben.

Wahre Massen begeisterter Fans, vom Kleinkind bis zum Großvater, strömten auf das Veranstaltungsgelände und bildeten die Kulisse für das Festival. Nicht nur berühmte Rallyefahrer, auch erfolgreiche Fahrzeuge waren am Start.

Zum Fahrerfeld gehörten mit Inka und Jennifer Lerch sowie den MSC-Aller-Leine-Teams Werner Blank/Adolf Ahrens und Cord Mönchmeyer/Jürgen Jahns gleich in vier Fahrzeugen Akteure aus dem Heidekreis, die von Rallyestars wie Walter Röhrl wiederholt auf die Veranstaltungen am Altenwahlinger Rundkurs angesprochen wurden.

Zum ersten Mal dabei war der Walsroder Cord Mönchmeyer, der 1980 die deutsche Autocross-Meisterschaft gewonnen hatte, Werksfahrer bei Toyota geworden war und 1986 seinen Helm an den Nagel gehängt hatte.

Nachdem Werner Blank und Adolf Ahrens schon im vergangenen Jahr ein ideales Auto in Finnland gefunden hatten, war Mönchmeyer nach Lappland gereist und hatte ebenfalls ein passendes Fahrzeug entdeckt – einen Toyota Corolla von 1975, das gleiche Modell, mit dem er die Meisterschaft gewonnen hatte. Als klar war, dass Weltklassepilot Hannu Mikkola mit diesem Typ den ersten Weltmeistersieg für Toyota eingefahren hatte, wurde das Fahrzeug auf genau diesen Stand wieder hergerichtet. Der damalige Copilot Jürgen Jahns aus Rethem musste nicht lange überlegen und war wieder mit von der Partie. Auf den rutschigen Wertungsprüfungen zeigte der Walsroder, dass er nichts verlernt hat.

Der erste und zweite Vorsitzende des Rethemer MSC, Werner Blank aus Otersen und Adolf Ahrens aus Walsrode, waren mit dem Opel Rallye Kadett B von 1968, dem Originalfahrzeug des Schweden Anders Kulläng, am Start. Inzwischen ist das Fahrzeug technisch wieder auf dem gleichen Stand, wie es damals von Opel für die Weltmeisterschaft vorbereitet worden war. Die beiden zeigten sich auch auf den schnellen Schotterprüfungen als eingespieltes und schnelles Team, das den jüngeren und stärkeren Fahrzeugen in nichts nachstand. Dass nach einem Riesensprung, drei Wertungsprüfungen vor Schluss, das Getriebe streikte, tat dem Spaß keinen Abbruch. „Das Wiedersehen alter Weggenossen von damals und der Spaß steht absolut im Vordergrund. Um die Zehntelsekunden haben wir uns früher geschlagen“, so Ahrens.

Als der Veranstalter fragte, ob Lerchs Toyota Celica RA20 an der Veranstaltung teilnehmen würde, um Ex-Weltmeister Hannu Mikkola damit starten zu lassen, überlegte die Familie in Eickeloh nicht lange. Mikkola war mit diesem Originalfahrzeug 1976 auf der 1000-Seen-Rallye in Finnland und 1977 bei der RAC-Rallye in England gestartet und hatte dort den zweiten Platz belegt – das beste Ergebnis, das jemals mit solch einem Modell erzielt wurde. Als noch Werksmechaniker John Day zur Betreuung in die Eifel reiste, war das Team perfekt.

Die 18-jährige Jennifer Lerch durfte neben dem Finnen den heißen Sitz drücken. Der 73-Jährige ließ die Celica richtig fliegen. Jennifer wollte eigentlich noch mit dem aus Irland angereisten Enda Garvey auf einem Original-Peugeot 405 Pikes Peak starten, das Fahrzeug blieb aber schon am Start mit technischen Defekt liegen.

Inka Lerch war mit Andreas Bayer unterwegs. Diesmal brachten sie einen Ex-Werks-Rallye-Mercedes 280 E an den Start. Der Mercedes ist seit Jahren im Familienbesitz von Bayer.

Am Ende waren sich nicht nur die 50000 Fans, sondern auch die vier Teams aus dem Heidekreis einig. Im kommenden Jahr will man bei der sechsten Auflage dieses Rallyespektakels wieder dabei sein. Bis dahin gehen Blank-Ahrens und Mönchmeyer Jahns noch beim größten Rallye- Event in Österreich, der „Austrian Rallye Legends“, im September an den Start und für Jenny Lerch wird es im Opel-Rallye-Cup in der Zeitenjagd wieder ernster.

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