Verwaltung wünscht sich Sanierung des historischen Rethemer Rathauses

In die Jahre gekommen

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Cort-Brün Voige zeigt Risse nicht nur im Treppenhaus, sondern im ganzen Gebäude.

Rethem - Längsrisse, abplatzender Putz, schlecht schließende Türen, Zugluft, Stolperfallen und teilweise winzige Büros – das historische Rathaus in Rethem von 1792 ist von außen ein Schmuckstück. Innen gibt es nach Meinung von Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige allerdings Handlungsbedarf.

Es gehe um die bauliche Substanz und ob die Arbeitsplätze den aktuellen Erfordernissen hinsichtlich des Arbeitsschutzes entsprächen, sagt der Verwaltungschef. Er gebe eine Verantwortung der Dienststelle gegenüber den Mitarbeitern. Und von denen hätten sich in Gesprächen bereits einige wegen der Arbeitsbedingungen beschwert.

Voige möchte sich den Handlungsbedarf bezüglich von Gebäudeschäden aufzeigen lassen. Im Haushaltsentwurf der Verwaltung seien Mittel vorgesehen, um eine Untersuchung des Rathauses extern zu vergeben, um vorhandene bauliche Mängel zusammenzustellen. Gemeinsam mit der Politik solle anschließend entschieden werden, welche Maßnahmen für die Folgejahre erforderlich seien. Er bietet an, sich das Gebäude mit den Politikern anzusehen.

Voige könnte sich im Zuge von etwaigen Sanierungsmaßnahmen auch eine Neuaufteilung der Räume entsprechend den Verwaltungsaufgaben vorstellen. Im Pressegespräch erwähnte er in diesem Zusammenhang die Organisationsuntersuchung der Samtgemeindeverwaltung vom Niedersächsische Studieninstitut (NSI), die derzeit durchgeführt werde. „Ziel ist es, eine zeitgemäße Organisation entsprechend der aktuellen Anforderungen zu schaffen.“ Die bisherige Organisation sei seit nahezu 40 Jahren unverändert. Kämmerer Wolfgang Dehning hofft auf Ergebnisse noch in diesem Jahr. Das bei ihnen entstandene Modell decke die Aufgaben irgendwie ab. „Aber was sich im Laufe von 40 Jahren entwickelt hat, muss eventuell mal neu zugeschnitten werden.“

Kämen Aufgaben für die Verwaltung dazu, werde einfach geschaut, wer sie noch übernehmen könne, sagt Voige. 15 Mitarbeiter und fünf Fachbereiche – da sei es sinnvoll, sich mal selbst zu hinterfragen.

Eine Entkernung sei durchaus vorstellbar, sagte Voige. Denn sie sei unter Umständen preiswerter als ein umfangreicher Umbau.

sal

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