Auszug frühestens 2026

Rethem: Verwaltung ins von Behrsche Haus

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Das von Behrsche Gebäude auf dem Burghofgelände soll nach dem Willen der Fachausschüsse von der Verwaltung genutzt werden.

Rethem - Die Samtgemeinde Rethem möchte nach der Sanierung des historischen Rathauses das von Behrsche Gebäude auf dem Burghofgelände für Verwaltungszwecke nutzen. Mit dieser Absicht beschäftigten sich am Donnerstag der Wirtschafts- und Finanzausschuss der Stadt sowie der Finanz- und Wirtschaftsausschuss der Samtgemeinde.

„Als wir uns im Vorfeld ausgetauscht haben, ob es möglich ist, das Gebäude zu nutzen, dachte ich, dass dies nur während der Bauphase sei“, zeigte sich Frank Leverenz, CDU, im städtischen Ausschuss überrascht. In der Beschlussvorlage hatte die Verwaltung zudem vorgeschlagen, der Samtgemeinde das Gebäude ohne Zahlung einer Miete zur Verfügung zu stellen. 

Diese hätte die gesamten Nebenkosten sowie die Unterhaltungs-, Renovierungs- und gegebenenfalls Instandhaltungskosten zu übernehmen. Im Gegenzug würde die Samtgemeinde der Stadt für die Beschäftigung des neuen Wirtschaftsförderers nur die anteiligen Personalkosten in Rechnung stellen. „Ich kann mir eine dauerhafte kostenlose Vermietung nicht vorstellen“, so Leverenz. Annette Schütz, SPD, und Werner zum Berge, CDU, schlossen sich an.

Verwaltungschef Cort-Brün Voige forderte die Politiker auf, einen Vorschlag zu machen, wie eine Miete aussehen würde. „Dann schauen wir, wie wir damit umgehen.“ Aus den Protokollen sei ersichtlich, dass es immer um eine langfristige Lösung gegangen sei. „Wir brauchen eine Reserve, wenn wir zusätzliche Arbeitsplätze zur Verfügung stellen wollen.“ Er spielte auf den Wirtschaftsförderer und einen zweiten Azubi an, die eingestellt werden sollen.

Das Lindemannsche Gebäude neben dem Rathaus, das die Stadt erworben habe, wäre zwar vom Standort für die Verwaltung geeignet. „Das würde aber einen enormen Kostenaufwand bedeuten“, warnte Voige vor teuren Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im sechsstelligen Bereich. Zudem sei es vermietet. Das von Behrsche Gebäude stehe leer. Verschieben sollten sie die Entscheidung nicht. Die Verwaltung müsse planen können.

Wolfgang Leseberg, SPD, schlug vor, einen zeitlich befristeten Mietvertrag für das von Behrsche Gebäude aufzusetzen. „Auf fünf Jahre, falls der Burghof-Verein das Gebäude dann braucht, für Gastronomie oder so etwas.“ Die Ausschussmitglieder sprachen sich schließlich mehrheitlich für eine Nutzung bis mindestens 2026 aus. Dann wisse man bereits mehr, was eine denkbare Neuordnung der kommunalen Strukturen angehe. Voige ergänzte, dass er eine eineinhalbjährige Kündigungsfrist für sinnvoll erachte.

Schließlich ging es um einen ortsüblichen Mietzins. Relativ schnell einigten sich die Beteiligten auf für Gewerbeobjekte ortsübliche fünf Euro pro Quadratmeter. Für das Dachgeschoss, das die Samtgemeinde für ihr Archiv nutzt, solle keine Miete gezahlt werden.

Im Gremium der Samtgemeinde wurde die Diskussion, nachdem Voige die Ergebnisse aus der vorangegangenen Sitzung kurz vorgestellt hatte, fortgeführt.

Dr. Kathrin Wrobel und Hans-Jürgen Dammann, beide CDU, sprachen sich deutlich gegen die Pläne aus. „Wir haben ein Rathaus, das wir für mehr als zwei Millionen Euro sanieren. Da müsste auch das Dachgeschoss mit angefasst werden“, forderte Wrobel. Dammann wünschte sich hingegen, die „Irrfahrt ganz zu beenden“. Er würde am liebsten für die Verwaltung einen Neubau hinstellen.

Das Thema wird endgültig im nächsten Verwaltungs- beziehungsweise Samtgemeindeausschuss entschieden.  

sal

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