Vergnügliche Geschichten

Plattdeutscher Nachmittag im Burghof 

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Die Gäste spendeten herzlichen Applaus für die unterhaltsamen plattdeutschen und musikalischen Beiträge. 

Rethem - Die Rethemer „Plattsnackers“ hatten zu einem vergnüglichen Nachmittag in den Rethemer Burghof eingeladen. Doch bevor es so richtig losgehen konnte, musste erst einmal die Technik in Gang gebracht werden.

„Es ist jümmers datsülbe. Immer wenn ick hier stei, geit dat Mikro nicht. Ick bruk also wedder mol ein grode Klapp, damit ihr mi versteit“, flachste Lektorin Anneliese Deutsch, die die Moderation übernommen hatte. Zum Glück war Elektriker Rolf Feldmann zugegen und konnte den Schaden umgehend beheben. „Du bist der Beste“, lobte ihn Deutsch.

Bereits zum fünften Mal wurde der plattdeutsche Nachmittag in Rethem veranstaltet. Deutsch versprach ein abwechslungsreiches Programm und freute sich: „Schön dat jü wedder dabi siet.“ Sie sei froh, dass nicht nur Ältere gekommen seien, sondern auch ein paar jüngere Deerns, die zum Gelingen des Nachmittag beitragen würden.

Los ging es mit drei Liedern zum Mitsingen, begleitet vom Alpe Trio, bestehend aus Siegfried Haut, Heinz Scharringhausen und Fritz Dammann. Es erklangen „Danz op de Deel“, „Dat du min Leevsten büst“ und das Lied von dem Pott mit Bohnen.

Karl Dieter Oestmann.

Bürgermeister Frank Leverenz bedauerte, dass Platt eine Sprache sei, die von vielen nicht mehr verstanden werde, eine Zeit lang sogar verpönt gewesen sei. Das gelte zum Glück nicht mehr. Platt sei eine alte Sprache, die nicht in Vergessenheit geraten dürfe. Er freue sich, dass es in Rethem eine Gruppe gebe, die es sich zum Ziel gesetzt habe, die alte Sprache am Leben zu halten.

In diese Kerbe schlug auch Oskar Hein, erster Vorsitzender des Forums für plattdeutsche Sprache im Heidekreis. Wie Leverenz hatte er eine kurze, amüsante Geschichte parat, die zur Heiterkeit im Saal beitrug. Auch Rethems ehemaliger Bürgermeister Karl Dieter Oestmann sowie Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige trugen Amüsantes vor.

Landfrauen sorgen für Kaffee und Kuchen

Es folgten Beiträge von Thea Wulff sowie eine musikalische Einlage von Tamina Meyer aus Häuslingen und Wenke Feldmann, Trompete und Tenor-Saxofon, die ihre Zuhörer mit „Herrn Pastor sien Kauh“, „Das Lied von der Loreley“ und „De Hamborger Veermaster“ zum Mitsingen animierten. Gudrun Fischer-Santelmann, Elfriede Dammann und Ingrid Hörmann rundeten mit ihren Beiträgen das Programm ab.

Für Kuchen und Getränke hatten die Rethemer Landfrauen gesorgt, für die sich Anneliese Deutsch ins Zeug legte: „Kerstin Ohlmeier freit sick, wenn ihr ordentlich wat wechholt“. Der Aufforderung leisteten die Gäste Folge, sodass es in jeder Hinsicht „een vergneuglicher“ Nachmittag wurde. - bä

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