Unterschriftenliste an Frank Leverenz überreicht / B209 wird saniert

Burghof: Feiern zu laut?

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Torsten Ahrens (l.) überreicht Frank Leverenz die Unterschriften.

Rethem - Eine Unterschriftenliste überreichte Torsten Ahrens dem Vorsitzenden des Burghof-Vereins und Bürgermeister Frank Leverenz während der Sitzung des Stadtrates am Mittwoch. Grund für die Aktion sei die „extrem überhöhte Lautstärke“ bei Veranstaltungen, so Ahrens.

Leverenz erklärte, dass sich Vertreter des Vereins bereits mit den Betroffenen, darunter vier Mieter und drei Eigentümer, zusammengesetzt hätten. „Es war ein sehr positives und konstruktives Gespräch.“

Auf Nachfrage sagte der Bürgermeister gestern, dass sich eine Anwohnerin bereits mehrfach beklagt habe. Sie wolle die Lautstärke nicht mehr hinnehmen. Vor allem die dumpfen Bässe seien störend. Der Vorstand habe sich daraufhin mit dem Thema beschäftigt und die Betroffenen eingeladen. Sie hätten sich über die Probleme und Handlungsspielräume ausgetauscht.

Nun solle ein gerichtsfestes Lärmgutachten erstellt werden, sagte Leverenz. Zwar wären einige Vorschläge und Ideen zur Geräuschreduzierung sicherlich umsetzbar gewesen. „Aber wenn dann hinterher einer kommt und sagt, dass es nicht genügt, hilft es auch nichts.“

Leverenz sieht jetzt die Stadt in der Pflicht, das Gutachten erstellen zu lassen. „Sie ist die Eigentümerin des Burghofs.“ Das Ganze solle im Januar angegangen werden. Sicherlich seien mehrere Messungen nötig.

Deutlich macht Leverenz, dass es für ihn keinen „Burghof-Light“ gibt. Er sei guter Hoffnung, dass sich eine Lösung finde. Ein Streit sei schädlich für alle Seiten.

Stadtdirektor Cort-Brün Voige berichtete, dass die B209 2016 saniert werden solle. Hierzu habe es einen Termin mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden gegeben. Erneuert werden soll die B209 von der Allerbrücke bis zur Einmündung Rodewalder Straße und die L200 vom Amtshauptmann-Jordan-Platz bis zum Ortsausgang in Richtung Eystrup. Einbezogen werden sollten auch die Fahrradzuwegungen auf beiden Seiten der Brücke.

Annette Schütz, SPD, forderte im Zuge der Arbeiten auch eine andere Einteilung des Fuß- und Radwegs sowie des Parkraums an der Langen Straße. „Das Ganze ist nicht mehr zeitgemäß.“ Das sah auch Voige so. Allerdings gehe es dann auch um Kosten für die Stadt, sagte er auf Nachfrage. „Das wird noch ein Gesprächsthema sein.“ Die Erneuerung der Brücke sei derzeit kein Thema. Dieter Moll, SPD, regte an, das Thema Verkehrsberuhigung für die Ortsdurchfahrt zur Diskussion zu stellen.

Voige berichtete, dass die Tore auf dem zuletzt als Bolzplatz benutzten ehemaligen Tennisplatz abgebaut worden seien. Ein Neuaufbau an anderer Stelle erfolge vorerst nicht. Die Tore seien beim Bauhof eingelagert. Mittel für einen Ballfangzaun am Schulsportplatz seien für den Haushalt 2016 nicht vorgesehen. „Die Grünfläche neben dem Hauptplatz steht in den Zeiten, in denen sie nicht für schulische Zwecke oder für den Vereinssport genutzt wird, für die Freizeitnutzung und zum Bolzen zur Verfügung.“

Weiter sagte Voige, dass Führungen durch die Bockwindmühle künftig nicht mehr über die Verwaltung, sondern über das Forum Rethem angeboten würden.

Die Minigolfsaison 2015 sei erfolgreich gewesen, teilte der Stadtdirektor mit. Durch die Übernahme der Anlage durch Gerhard Heitmann als Betreiber hätten viele neue Minigolffreunde gewonnen werden können. Er lobte den enormen Einsatz Heitmanns, der die Anlage an 170 Tagen zwischen April und Oktober durchschnittlich für 8,72 Stunden geöffnet habe. Der Betreiber habe 2500 Euro in die Vorbereitung investiert. Er werde die Anlage auch 2016 betreiben und plane, weitere Punkte in sein Angebot aufzunehmen.

Zur Vorbereitung des Antrages zur Aufnahme des Kernbereiches der Stadt Rethem in das Sanierungsprogramm des Landes Niedersachsen ist es Voige zufolge vorgesehen, über die LAG des Kooperationsraums Aller-Leine-Tal Leader-Mittel zu beantragen. Bis zur Antragsstellung werde mit Kosten in Höhe von rund 55000 Euro gerechnet, so der Stadtdirektor. Der LAG solle rechtzeitig vor der ersten Sitzung 2016 ein entsprechendes Schriftstück vorgelegt werden.

sal

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