Gudrun Pieper besucht Georg Mahler in Rethem

Unterschätzt und zukunftsträchtig

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Georg Mahler, Gudrun Pieper und Kathrin Rösel (von links) im Gespräch in der Rethemer Tischlerei.

Rethem - Immer weniger Jugendliche erlernen heute noch einen Handwerksberuf. Das Nachwuchsproblem, das dadurch entsteht, trifft besonders kleine mittelständische Unternehmen. Das schreibt die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper in einer Pressemitteilung.

Im Rahmen ihrer Sommertour hat sie die Tischlerei von Georg Mahler in Rethem besucht, die von dem Problem ebenfalls betroffen ist. Begleitet wurde die Abgeordnete von der Bundestagsabgeordneten Kathrin Rösel und Mitgliedern des CDU-Samtgemeindeverbands Rethem.

Seit knapp 25 Jahren führt Georg Mahler seinen Familienbetrieb. Angefangen in der Drechslerei seines Großvaters, entwickelte er schnell die Leidenschaft für die Arbeit mit Holz. „Heute hat kaum noch ein Jugendlicher Interesse, diesen Beruf zu ergreifen“, bedauert Mahler. „Oft beginnt ein Auszubildender ganz euphorisch, um dann nach kurzer Zeit festzustellen, dass seine Vorstellung vom Beruf des Tischlers deutlich von der Realität abweicht.“ Aus diesem Grund habe er sich entschieden, nicht mehr auszubilden.

Zudem bemängelt Mahler, dass das Berufsethos, das besonders im Handwerk im Vordergrund stehen sollte, aufgrund des Onlinehandels und industrieller Fertigung verloren gehe.

„Handwerk hat goldenen Boden“

Pieper weiß über den Malereibetrieb ihres Mannes, dass das Handwerk momentan sehr unterschätzt wird: „Handwerk hat goldenen Boden. Gute Fachkräfte werden in Zukunft gefragt sein wie nie. Die Möglichkeiten zur Weiterbildung zum Meister, zur Selbstständigkeit oder zum weiteren Aufstieg sind optimal.“

Mahler sei ein gutes Beispiel dafür. Ganz ohne Werbung, nur über Mundpropaganda erhalte er seine Aufträge. 80 Prozent davon aus einem Umkreis von fünf Kilometern. Für den Bau von Möbeln habe er ein besonderes Faible und erfülle die ausgefallensten Wünsche. „Für einen Formel-1-Fan habe ich ein Bett mit Spoiler und Kotflügeln gebaut“, berichtet Mahler seinen Besuchern.

„Die Tischlerei Georg Mahler ist ein gelungenes Vorbild, wie ein Handwerksmeister-Betrieb erfolgreich seine regionale Chance nutzt. Solche Unternehmen stabilisieren den ländlichen Raum und machen ihn auch für die Zukunft als Arbeits- und Wohnstandort attraktiv“, so Pieper.

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