Theater-Feuerwerk auf Zuruf

Schmidt’s Katzen begeistern Publikum im Burghof

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Mit ihrer Impro-Show begeisterten Hannah Lerch, Stefanie Petereit und Jannis Kaffka (v.l.) die Zuschauer im erneut ausverkauften Burghof. - Fotos: Fred Raczkowski

Rethem - Improvisationstheater? Klingt nicht ganz so spannend, und manch einer mag da skeptisch sein. Zugegeben, der Schreiber dieser Zeilen gehörte dazu. Allerdings kannte er bis dato Schmidt’s Katzen noch nicht. Nach dem zweistündigen Theater- und Comedy-Feuerwerk im Rethemer Burghof haben die „Katzen“ einen neuen Fan.

Das Publikum im erneut ausverkauften Burghof-Gewölbe war regelrecht aus dem Häuschen und – das gibt es hier auch selten – wollte Hannah Lerch, Stefanie Petereit und ihren musikalischen Begleiter Jannis Kaffka erst nach einigen Zugaben von der Bühne lassen.

Die letzte Show-Nummer hatte es denn auch besonders in sich: Die Zuschauer sollten sich ein Lied aus einem typischen Rethemer Bereich aussuchen und den Titel gleich dazu. Die Wahl fiel auf „Feuerwehr“ und den Titel „Hein, lösch ab!“. Aus dem Stegreif präsentierte das Trio eine umwerfende Comedy- und Musikshow, die bei vielen Zuschauern am Ende zum Lachmuskelkater geführt haben dürfte. „Hein lösch ab“ als Blues, Schlager und Techno-Hit: Da ging richtig was ab im Burghof – wie Schmidt’s Katzen eben.

Die Herzen der Zuschauer erobert

Spontan, auf Zuruf, aus dem Stegreif wurden auch alle anderen Szenen an diesem Abend gespielt, getanzt und gesungen. „Was wird passieren? Wir wissen es auch nicht, denn wir improvisieren“, stimmte Jannis Kaffka zu Beginn das Publikum auf die kommende Show ein. Die Katzen zeigten denn auch gleich ihre Krallen: „Rethem? Ja, wir haben schon an vielen unbedeutenden Orten gespielt.“ Dann wurden die Zuschauer in Gruppen eingeteilt: „Bis zu den Säulen, das ist die erste Gruppe. Und die hinter der Säule, welche Gruppe seid ihr?“ Antwort aus dem Publikum: „Die zweite?“ Katzen: „Richtig, also die intelligente Gruppe.“

Hier lachten die Besucher herzlich: Sie durften selbst Regie führen und machten begeistert mit.

Frech, aber auch mit viel Charme, Temperament, unbändiger Spielfreude und eindrucksvoller Musikalität eroberten sie die Herzen der Zuschauer. Die waren ja aber auch die Regisseure des Abends. Sie bestimmten mit ihren Vorschlägen zu Theaterszenen, Liedern und Comedy-Einlagen die Marschrichtung der Katzen. Beispiel: „Was ist dein Beruf?“, wurde eine Zuschauerin gefragt. Sie arbeite in einem Steuerbüro, war die Antwort. Auf Zuruf konnte sich das Publikum dann Horror- oder Liebesszenen im Steuerbüro wünschen. Eine herrliche Parodie auf diese Filmgenres folgte.

Und so ging es weiter, Schlag auf Schlag, eine Impro-Show der Extraklasse. Da versteht man das Publikum: Statt in den dunklen und nasskalten Winterabend hinauszugehen, wollten alle noch sitzen bleiben und sich amüsieren.

fra

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