Der erste Vorschlag steht

Südlink: Korridor verläuft durch mehrere Gemeinden des Heidekreises

Erster Planungsentwurf: In diesem Bereich wird der Südlink durch den Heidekreis verlaufen. Die pinken Linien stellen dabei den festgelegten Korridor dar, die graue Linie einen ersten Vorschlag von Tennet, wie die Erdkabel verlaufen könnten. Screenshot: Lisa Hustedt/Tennet
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Erster Planungsentwurf: In diesem Bereich wird der Südlink durch den Heidekreis verlaufen. Die pinken Linien stellen dabei den festgelegten Korridor dar, die graue Linie einen ersten Vorschlag von Tennet, wie die Erdkabel verlaufen könnten. Screenshot: Lisa Hustedt/Tennet

Heidekreis – Seit zwei Monaten steht er fest: der 1 000 Meter breite Korridor, in dem der Südlink, der auch als das größte Infrastrukturprojekt der Energiewende bezeichnet wird, verlaufen wird. Am 26. März hat die Bundesnetzagentur den Entscheid für den letzten noch ausstehenden Abschnitt B veröffentlicht. Innerhalb dieses Korridors hat der Übertragungsnetzbetreiber Tennet nun einen ersten, konkreten Verlauf der Erdkabel erarbeitet, bei dem es sich allerdings vorerst nur um einen Vorschlag handelt.

„Das Planfeststellungsverfahren ist eröffnet. Ergebnis dieses Verfahrens wird der grundstücksgenaue Leitungsverlauf innerhalb des Korridors sein“, informiert Thomas Wagner, Bürgerreferentbei Tennet für Südlink. „Als nächster Schritt ist eine Antragskonferenz vorgesehen. Diese wird aufgrund der Corona-Pandemie als schriftliches Verfahren durchgeführt.“ Er betont, dass die betroffenen Gemeinden, Eigentümer und Bewirtschafter ebenfalls in die Planung des genauen Verlaufs der Trasse mit eingebunden werden. Auch Bürger können sich einbringen und ihre Stellungnahmen noch bis zum 11. Juni bei der Bundesnetzagentur per E-Mail an v3v4b1@bnetza.de einreichen.

Wie bereits berichtet, verläuft der Korridor für den Sülink auch durch den Heidekreis. Konkret von dem Projekt betroffen sind die Gemeinden Frankenfeld und Böhme sowie der Bereich zwischen Groß Eilstorf und Kirchboitzen (siehe Bild). „Der Vorschlag für einen möglichen Leitungsverlauf in den Karten ist der aktuelle Stand unserer Überlegungen. Er wird sich im weiteren Planungsverfahren, das viele Gespräche sowie Untersuchungen vor Ort vorsieht, noch weiter entwickeln beziehungsweise verändern“, schildert Wagner. Kurzum: In Stein gemeißelt ist noch nichts. Das letzte Wort zum Leitungsverlauf wird die Bundesnetzagentur als genehmigende Behörde haben, sie wird schlussendlich die verbindlichen Entscheidungen treffen.

Sämtliche Südlink-Kabel verlaufen unterirdisch

Sämtliche Südlink-Kabel werden auf der gesamten Strecke als Erdkabel verlegt – sprich sie liegen unterirdisch. „Wenn sie beispielsweise unter Schienen, großen Straßen, oder umweltfachlich sensiblen Bereichen wie Flüssen verlaufen, dann wird mittels einer Horizontalspülbohrung, einer sogenannten HDD, oder mithilfe von Tunnelbauwerken ein Gang geschaffen“, schildert Wagner das Vorgehen.

Die Inbetriebnahme des Südlinks ist für 2026 vorgesehen. Der Abschluss des Bundesfachplanungsverfahrens hat sich jedoch bereits um circa eine Jahr verzögert. „Da das unmittelbare Auswirkungen auf den Baustart und damit die Inbetriebnahme hat, ist eine Einhaltung des äußerst ambitionierten Terminplans nach aktuellen Berechnungen nicht realistisch. Gleichzeitig haben wir Beschleunigungsmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehören eine weitere Parallelisierung und ein Vorziehen von Maßnahmen wie beispielsweise die Baugrunduntersuchungen, die für die Erstellung der Planfeststellungsunterlagen erforderlich sind. Ob die bereits eingetretenen Verzögerungen durch diese Maßnahmen entscheidend verkleinert werden können, müssen wir noch abschließend bewerten. Erst dann werden wir sagen können, ob das Inbetriebnahme-Jahr angepasst werden muss“, so Wagner abschließend.

Weitere Informationen sowie eine interaktive Karte (siehe Screenshot) zum Südlink gibt es im Internet unter dem Link bit.ly/Suedlink-Karte-Tennet oder direkt bei Tennet unter www.tennet.eu.

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