Sechs weitere Gewerbeparzellen auf dem Egra-Gelände

Gewerbeparzellen auf dem Egra-Gelände: Suche nach Interessenten

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Das Egra-Gelände aus der Luft betrachtet. Mittig befindet sich die Fläche für die sechs Gewerbeparzellen. 

Sechs neue Gewerbeflächen mit einer Größe zwischen 2500 und 6000 Quadratmetern stehen auf dem Egra-Gelände (25.000 Quadratmeter) an der Hainholzstraße in Rethem für Investoren bereit. Dieses bebaubare Areal ergänzen 20.000 Quadratmeter Bestandsfläche, die für Parkplätze, Grünflächen, Zufahrten und mehr vorgesehen sind. „Wir fangen jetzt mit der Vermarktung an“, erzählt Dieter Moll, der für die Koordination des gesamten Vorhabens zuständige Geschäftsführer der Egra (Energie- und Gewerbepark Rethem). Vier in den vergangenen Tagen aufgestellte Werbeschilder weisen an den Ortseingängen der Stadt auf die Flächen hin. „Natürlich hat auch niemand etwas dagegen, wenn jemand eine größere Parzelle haben möchte.“

Rethem – Da das Egra-Projekt Arbeitsplätze in der Region schaffen möchte, ist eine reine Lagerhaltung bei einer künftigen Ansiedlung ausgeschlossen. Der Fokus richtet sich auf arbeitsintensives produzierendes oder montierendes Gewerbe, dann auch mit angeschlossenen Lagerflächen.

160 Seiten stark seien die Ausschreibungsunterlagen für die Generalumsetzung der kommenden Arbeiten gewesen. 15 Firmen hätten sie abgerufen, vier Bewerbungen lagen schließlich vor. „Den Zuschlag hat jemand aus der Region erhalten.“ Das Unternehmen habe den Auftrag am Dienstag erhalten.

„In diesem Jahr wird der Innenbereich auf dem Gelände gemacht“, nennt Moll den nächsten Schritt. Entstehen werden auf dem Areal ein Kreisverkehr, Straßen und alle Anschlüsse, vom Abwasserrohr bis zum Glasfaserkabel für jede Parzelle. Außerdem wird ein Egra-Büro gebaut, das nicht Teil des Zuwendungsbereiches sei. Im Anschluss wird die L 157 verbreitert und mit einer Linksabbiegerspur versehen. Außerdem wird eine Bushaltestelle eingerichtet. Im ersten Halbjahr 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Interessenten für die Parzellen gebe es, erzählt Moll. „Wir haben immer mal wieder Anfragen.“ Derzeit zeige sich ein größerer Metallbauer interessiert.

Die Ansiedlung auf dem Gelände ist förderungsfähig. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium hat seine Bereitschaft signalisiert, Ansiedlungen über das Programm „Einzelbetriebsförderungen“ zu unterstützen. Pacht- oder Kaufpreis gestalten sich variabel: Die Egra reduziert ihn entsprechend der Zahl geschaffener fester Arbeitsplätze.

Die Bauleitplanung erlaube, weitere Vorhaben anzugeen, blickt Moll in die Zukunft. Es gebe Ideen zur Wasserstoffherstellung und der Forschung. „Ob es was wird, muss man sehen.“

Die Egra ist eine ehrenamtliche Initiative der regionalen Wirtschaft. Das Ziel ist es, Gewinne für die Region zu erwirtschaften und damit in weitere Projekte zu investieren. Im Laufe der Jahre stieg die Zahl der Gesellschafter von drei auf 22 an. Insgesamt wurden 5,5 Millionen Euro verwendet. 1,2 Millionen Euro stammen aus Anteilen der Gesellschafter, 800 000 Euro aus Mieteinnahmen und Verkauf und 3,5 Millionen Euro sind Zuwendungen.  sal

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