Straßensanierung in Altenwahlingen, Böhme und Bierde / Gemeinderat tagt

Wo sollen Container hin?

+
Ob hier Container stehen können, soll geprüft werden.

Bierde - Breiten Raum nahm auf der Sitzung des Gemeinderates Böhme am Donnerstagabend die Vorstellung von geplanten Straßenbaumaßnahmen ein. Andreas Ehlen vom Ingenieurbüro Grontmij in Bremen präsentierte die bisherigen Planungen und erklärte, was warum an den verschiedenen Stellen geschehen soll. Anwohner nahmen die Gelegenheit wahr, mögliche Bedenken zu äußern.

Bürgermeister Gert Jastremski berichtete, dass 350000 Euro angesammelt worden seien, die nun für die Straßensanierung ausgegeben werden sollen. Es gehe um Maßnahmen in Böhme, Bierde und Altenwahlingen. „Das müssen wir dringend machen.“ Der Asphalt sei alt und kaputt.

In Altenwahlingen geht es zum einen um die Straße gegenüber der Autowerkstatt. Sie soll von bisher 2,80 Meter auf drei Meter Breite erweitert werden – übrigens ein Wert, der überall erreicht werden soll. Ehlen erläuterte, dass im Anschlussbereich an vorhandene Asphaltschichten das Material einschließlich Kopfsteinpflaster aufgenommen und komplett ersetzt werden soll.

Der Gemeindeweg in Altenwahlingen zwischen den Häusern 25 und 46, das entspricht einer Länge von 530 Metern, soll ebenfalls saniert werden. Ehlen erklärt, dass die Hofstelle Nummer 25 sehr tief liege. Die Zufahrten seien schon steil. Um mit der Straße nicht noch höher zu kommen, empfahl der Planer, bereits zehn bis 15 Meter vor der Zufahrt die Straße neu aufzubauen. Eine einseitige Entwässerung nach außen sorge dafür, dass nicht mehr soviel Wasser auf die Hofstelle laufe. Ehlen regte außerdem an, die Kurve auf Höhe der Hausnummer 25 auf vier Meter zu verbreitern.

Bei Nummer 61 sei das bereits geschehen. Ihm sei bekannt, dass dort sehr schnell gefahren werde. Er würde das trotzdem so lassen, sagte Ehlen. Jastremski wollte von den Anwohnern wissen, was sie sich wünschen. „Dass das Wasser nicht mehr aufs Grundstück läuft“, kam prompt die Antwort. Gerade im Winter sei das gefährlich. Ehlen sagte, dass die Straße wieder mit Gefälle angelegt werden müsse. Er sprach von einem „Dachprofil“. Nils Schobeß, Bauamtsleiter in Rethem, versprach allerdings, die Entwässerungsmöglichkeiten abzuwägen, um Abhilfe zu schaffen.

In Bierde geht es um die Straße am Kirchvorplatz. Während der Sitzung zeichnete sich allerdings ab, dass der Platz mit in die Sanierung einbezogen wird. Zum einen gibt es Probleme mit der Entwässerung – Schobeß sprach von Wurzeleinwuchs –, zum anderen bezeichnete Planer Ehlen die Betonplatten als „nicht sehr ansehnlich. Widerspruch vom Rat gab es nicht. Ob Asphalt oder Gestaltungspflaster verwendet werden soll, muss noch entschieden werden.

Jastremski fragte, ob es eventuell Sinn mache, das Vorhaben im Rahmen der Dorfentwicklung fördern zu lassen. Gemeindedirektor Cort-Brün Voige sagte, dass man dafür realistischerweise zwei Jahre warten müsse.

Weitere zu sanierende Bereiche sind zwei Teile der Ringstraße in Bierde sowie die Straßen bei der Hofstelle Dammann und bei der Biogasanlage in Böhme. Für den letztgenannten Bereich schlug Ratsherr Hans-Jürgen Dammann vor, die Länge zu verkürzen, nur den viel befahrenen Bereich zu erneuern und darüber hinaus zu verbreitern.

Der Planer wird nun die Anregungen prüfen und in seine Entwürfe einarbeiten.

Bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat der Abrundungssatzung für Altenwahlingen zu. Bei der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit habe es keinerlei Hinweise oder Anregungen von Einwohnern gegeben, sagte Jastremski. Es gehe darum, die gesetzliche Grundlage dafür zu schaffen, dass keine Schwarzbauten im Ort stehen.

Voige berichtete, dass der Verwaltungsausschuss die Auftragsvergabe für die Erneuerung der Brücke Neumühlen beschlossen habe.

In der Einwohnerfragestunde ging es um mögliche Stellplätze für Altglascontainer in Altenwahlingen. Es herrsche Unzufriedenheit mit dem Standort am alten Feuerwehrhaus. Dort ständen nicht mehr nur drei, sondern inzwischen sechs Container. Vorgeschlagen wurde ein Standort am neuen Buswartehäuschen. Jastremski sagte, dass dies wegen Sickerschächten und Mulden nur mit hohem finanziellen Aufwand von mindestens 5000 Euro möglich wäre. Darüber hinaus sei die Bushaltestelle im Rahmen der Dorferneuerung mit EU-Mitteln gefördert worden. Es müsse geprüft werden, ob man dort etwas verändern darf, so Jastremski. Außerdem hätten Eltern Angst, dass sich ihre Kinder an Glasscherben schneiden könnten. Dann wurde vorgeschlagen die Container im Bereich des Ehrenmal aufzustellen. „Das ist das erste Mal, dass ich eine Sache aufnehme, die einen Konsens erzielen könnte“, sagte dazu Voige. Und auch der Bürgermeister zeigte sich bereit, den Standort zu prüfen.

sal

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Rettungskräfte kämpfen mit Regenmassen

Rettungskräfte kämpfen mit Regenmassen

Für diese unglaublichen Dinge können Sie Cola verwenden

Für diese unglaublichen Dinge können Sie Cola verwenden

Das sind die verrücktesten Leichenwagen der Welt

Das sind die verrücktesten Leichenwagen der Welt

50 Jahre AMG: Vollgas von Anfang an

50 Jahre AMG: Vollgas von Anfang an

Meistgelesene Artikel

„Schmackhaft und gut für den Magen“

„Schmackhaft und gut für den Magen“

Der erste Alpaka-Nachwuchs in Kirchwahlingen

Der erste Alpaka-Nachwuchs in Kirchwahlingen

Autofahrer stirbt nach Kollision mit Baum

Autofahrer stirbt nach Kollision mit Baum

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries im Gespräch mit dem Mittelstand

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries im Gespräch mit dem Mittelstand

Kommentare