Zwischenstand der Bauarbeiten am Berliner Ring / Zufahrten sollen bis Weihnachten fertig

„Straße für alle“ auf gutem Weg

Bis Weihnachten sollen laut aktueller Planung sowohl die Bürgersteige als auch die Zufahrten fertig werden.
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Bis Weihnachten sollen laut aktueller Planung sowohl die Bürgersteige als auch die Zufahrten fertig werden.

Häuslingen – „Wir alle sind mit dem bisherigen Fortschritt der Bauarbeiten sehr zufrieden“, bilanziert Kathrin Wrobel, Bürgermeisterin Häuslingens, während ihr Blick über die Straße Berliner Ring schweift. Erste Steine sowie Läufer sind bereits gelegt und große Pfützen sammeln sich dort, wo innerhalb der nächsten Monate eine „Straße für alle“ entstehen soll. Es nieselt. Stefen Hagemann von der Firma Klaus Gross, die für die Ausführung der Arbeiten zuständig ist, schließt sich Wrobels Aussage an: „Wir liegen voll im Zeitplan und kommen sehr gut voran.“

„Seit dem 16. November sind wir im Gange“, fügt Gerd Gensch, ebenfalls von der Firma Groß, hinzu. Ziel sei es, bis Weihnachten sowohl die Bürgersteige als auch die Zufahrten fertigzustellen, damit die Anwohner wieder problemlos auf und von ihren Grundstücken kommen können. Das Projekt beschäftige die Gemeinde schon viel länger. „Mittlerweile seit fast einem Jahrzehnt“, blickt Wrobel zurück und erläutert: „Die Planung für die Sanierung der Straße steht seit Anfang 2013 im Raum.“ Schlussendlich entschied man sich aber gegen eine Reparatur des Schadens. Dieser sei schlicht zu gravierend gewesen. Die wirtschaftlichere und langfristigere Lösung sei, alles komplett zu erneuern. Dafür gibt es aus dem EU-Förderprogramm „Vernetzte Dorfregion“ sogar rund 910 000 Euro, informiert die Bürgermeisterin (wir berichteten). „Davon profitiert nicht nur die Gemeinde, sondern ebenfalls die Anwohner, die große Sorgen hatten, wie teuer die Neugestaltung der Straße für sie als Anlieger wird.“

Die Zusammenarbeit mit der Förderbehörde habe allerdings ihre Tücken. „Für die Steine beispielsweise, die für die Einfahrten verwendet werden, gibt es ganz genaue Vorgaben“, erklärt Wrobel und deutet auf einen kleinen Haufen aus rechteckigen, dreifarbigen Steinen. „Da muss man ganz genau sein.“ „Schön sehen sie jedenfalls aus“, fügt Thomas Ulbrich vom Planungsbüro uip hinzu.

Die Arbeiten am Innenring der Straße sollen zuerst abgeschlossen werden. Dafür wird die Ringstraße in vier Abschnitte aufgeteilt. „Und bis Ende April 2021 wollen wir mit allem fertig sein“, so Hagemann.

Neben einigen Überraschungen, die beim Aufbrechen der Straße ans Tageslicht kamen, zum Beispiel ein stellenweise fehlender Straßenaufbau, sei die Komplettsanierung bis jetzt recht ereignislos. „Und bei denen muss man sagen, dass wir die schon fast erwartet haben“, erklärt Hagemann. Belasteten Asphalt habe man nicht feststellen können.

Beim gemeinsamen Rundgang über den Berliner Ring, den die Gruppe gestern machte, galt es vor allem, individuelle Lösungen für die Anbindung einiger Grundstücke zu finden. „Auf dem hier zum Beispiel wird es ein Problem mit der Entwässerung geben“, informiert Gensch und deutet auf einen Hof. Bis vor Beginn der Bauarbeiten hätten die Anlieger das Regenwasser auf die Straße abgeleitet, was nach dem abgeschlossenen Umbau nicht mehr möglich sein wird. Bürgermeisterin Wrobel stellt klar, dass das Entwässern vom Grundstück auf die Straße unzulässig ist und darauf keine Rücksicht genommen werden könne. „Größtenteils gibt es aber keine Schwierigkeiten, die Grundstücke haben im Durchschnitt eine gute Höhe“, ergänzt Gerd Gensch.

Als nächster Arbeitsschritt stünde die Verlegung von Lampenkabeln und von Leerrohren unter den Einfahrten an. Nach einer kurzen Abstimmung war sich die Gruppe einig geworden, dass somit in Zukunft das erneute Aufreißen des Bodens vermieden werden könnte, sollte etwas kaputtgehen.

Von Lisa Hustedt

Vor Ort (v.l.): Andre Daszenies, Thomas Ulbrich, Stefen Hagemann, Gerd Gensch und Kathrin Wrobel.
Eine „Straße für alle“ soll es werden: Die Bauarbeiten am Berliner Ring in Häuslingen gehen gut voran und sollen nächstes Jahr abgeschlossen werden.

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