New Orleans Feetwarmers spielen zum Frühschoppen im Burghof auf

Stimmiger Start in den Mai

Vorsichtshalber verlegten die Veranstalter das Konzert zum 1. Mai in den Burghof. Das tat der Stimmung keinen Abbruch.

Rethem - Die Witterung der vergangenen Tage ließ die Veranstalter des Jazzkonzertes im Rethemer Burghof, das unter dem Motto „Let’s have a Party“ stand, doch kalte Füße kriegen. Und so entschieden sich die Organisatoren vom Burghof-Verein schon am Donnerstag, den Auftritt der New Orleans Feetwarmers in das historische Kellergewölbe zu verlegen. Die Atmosphäre war sogar etwas stimmiger.

Vermutlich hätten es die sechs „Fußwärmer“, Hans Jörg Klotz und Hans-Hilmer Eimer (beide spielten diverse Saxophone oder Klarinetten), Wolfgang Möhler (Bass), Wolfgang Frehse (Piano), Manfred Eickholt (Banjo) und Dieter Fascher (Trompete) aber auch so geschafft, mit ihren fetzigen Rhythmen die erfreulich zahlreichen Gästezu zu erwärmen. Doch so ging man kein Risiko ein.

„Klamme Finger beim Banjospiel kann ich auch gar nicht gebrauchen“, meinte Manfred Eickholt. Und so waren alle zufrieden, als das Sextett gestern im Burghof-Inneren loslegte.

Mit der Auswahl ihrer Stücke lagen die Feetwarmers goldrichtig. Da wurde dem Publikum auch noch warm ums Herz.

Die Band ist etwas ungewöhnlich aufgestellt: Anstelle einer Posaune werden wahlweise zwei Saxophone oder Klarinetten eingesetzt und auch an skurrilen Einfällen mangelt es nicht: Eine Einlage auf der Blockflöte? Warum eigentlich nicht? Und dass man auch auf dem Spielzeugsaxophon gekonnt ein Solo hinlegen kann – die Frühschoppen-Gäste wissen es jetzt. .Dazu Dieter Hascher mit seiner „bluesigen“, einfühlsamen Stimme. Viel besser geht es nicht. Finger schnippten und Füße tappten, bis sie warm wurden, daher der Name Feetwarmers. „Kein Fuß steht still“ versprechen die Feetwarmers auf ihrer Homepage, und dieses Versprechen lösten sie mühelos ein. Für das Publikum, größtenteils im gesetzteren Alter, waren das auch angemessene Bewegungsformen.

Dass die Jazzer mit ihren Stücken – man begann mit „I’ve found a new baby“ und es folgten Ohrwürmer wie „Isle of Capri“, „Struttin with some barbeque“ und Bix Beiderbeckes unvergessenes „Singing the Blues“ – richtig lagen, war dem herzlichen Applaus zu entnehmen. Ein 1. Mai, wie man ihn sich stimmungsvoller kaum vorstellen konnte.

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