Gudrun Pieper auf Sommertour in Rethem

Im Stall und in der Lackiererei

Gudrun Pieper und Volker Heißmann mit dem Kotflügel. - Foto: CDU

Rethem - Bei ihrer Sommertour in der Samtgemeinde Rethem erwartete die CDU- Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper ein abwechslungsreiches Programm. Beim Besuch auf dem Milchhof der Familie Kopmann in Wohlendorf und der Autolackiererei Volker Heißmann in Frankenfeld wurde sie von der Bundestagsabgeordneten Kathrin Rösel (MdB) und Mitgliedern des CDU-Samtgemeindeverbands begleitet, so eine Pressemitteilung.

Simon Kopmann und seine Mutter Sylvia sowie Großvater Helmut begrüßten die Besuchergruppe und führten sie über den Hof, der von drei Generationen bewirtschaftet wird. Inklusive der zwei Betriebsleiter sind drei Arbeitskräfte in Vollzeit und sieben in Teilzeit beschäftigt. Der Hof beherbergt etwa 250 Kühe.

Nachhaltigkeit steht für die Kopmanns im Vordergrund. Deshalb besteht das Futter in erster Linie aus Grassilage. Das sei gesünder für die Kühe. Mais wäre zwar billiger, könne bei Kühen allerdings auf lange Sicht zu Krankheiten führen, erklärte Besitzer Simon Kopmann bei der Besichtigung des Stalles.

„Die Gesundheit unserer Tiere steht an erster Stelle“

Der 2014 neu erbaute Stall biete den Kühen den ganzen Tag ausreichend Bewegung. Liegeflächen seien ebenso vorhanden wie frei verfügbares Futter. Einen Melkroboter gibt es nicht, dafür einen großen Melkstand. Familie Kopmann hat beim Bau der Anlage darauf geachtet, dass in erster Linie regionale Firmen beteiligt sind. Auf dem Melkstand können 24 Tiere auf einmal gemolken werden. Jede Kuh gibt im Schnitt 28 Liter Milch. „Hochleistungsquoten stehen für uns nicht unmittelbar im Vordergrund. Die Gesundheit unserer Tiere steht an erster Stelle“, sagte Simon Kopmann.

„Der Milchhof Kopmann zeigt beispielhaft, dass die Investition in eine verantwortungsvolle Betriebsführung zum Wohle der Tiere Zukunft hat, wenn die Milchpreise auch stimmen. Mit 22 Cent pro Liter kann kein Landwirt überleben. ‚Geiz ist geil‘ darf nicht mehr das Ziel sein, sondern qualitativ hochwertige Produkte im Sinne unserer Verbraucherinnen und Verbraucher“, sagte Pieper.

Die Besichtigung der Autolackiererei verlief etwas anders als erwartet. Der kleine Betrieb von Volker Heißmann, mit zwei Angestellten und einer weiblichen Auszubildenden, bietet hochwertige Lackierarbeiten im Auftrag für Werkstätten und Autohäuser, aber auch Privatkunden. Fahrzeuge aller Art, wie Oldtimer, Motorräder und Boote, werden hier fachkundig lackiert.

Pieper lobte die Bereitschaft, in einem kleinen Betrieb mehrere Auszubildende zu beschäftigen: „In wirtschaftlich angespannten Zeiten gehört sicher auch Mut dazu, in Ausbildung zu investieren. Doch diese Betriebe können in der Zukunft auf qualifiziertes Personal zurückgreifen. Denn wer ausbildet, kennt seine potenziellen künftigen Mitarbeiter.“

Politikerin im Schutzanzug

Volker Heißman führte die Teilnehmer durch die Werkhallen. Die Lackierarbeiten waren für Pieper kein Neuland. Als Ehefrau eines selbstständigen Malers und Lackierers kennt sie sich ein wenig aus. Und so durfte sie im Lackierraum selbst Hand anlegen und in Schutzkleidung einen Kotflügel lackieren. Die Besucher erfuhren, dass der Betrieb durch eine moderne Zu- und Abluftversorgung die Gesundheit der Mitarbeiter gewährleistet.

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