Auszeichnung für Nudeln vom Hof Poppe aus Hedern / Eier von den eigenen Hühnern

Sputniks als Botschafter

Carsten Poppe mit getrockneten Nudeln. Im Hintergrund Maschinen zur Nudelproduktion.

Hedern - „Allerlei Sputnik“ heißen die frisch als „Kulinarischer Botschafter Niedersachsen“ ausgezeichneten Eiernudeln von Landwirt Carsten Poppe in Hedern. Für die Herstellung verwendet Poppe Eier von den eigenen Hühnern und stellt die Teigwaren nach Spirelli-Art auf dem Hof der Familie her.

Die Freude über die Ehrung ist bei Poppe groß. Die ersten Nudeltüten sind bereits mit dem werbenden Aufkleber „Kulinarischer Botschafter Niedersachsen“ versehen. „Das ist gut, um den Bekanntheitsgrad zu steigern.“ In der Begründung für die Auszeichnung heißt es: „Die Nudeln nach Art italienischer Spirelli überzeugten die Jury nicht nur geschmacklich, sondern auch durch eine perfekte Konsistenz und eine schöne gelbe Farbe. Auch die Verpackungsgestaltung passt perfekt zum regionalen Produkt. Die Eier stammen von den eigenen Hühnern, die auf dem Hof Poppe in hochmodernen Volieren mit Auslauf ins Freie gehalten werden.“

Ein Blick auf Eier vom Hof Poppe in Hedern.

2002 übernahm Carsten Poppe den Betrieb von seinem Vater Jürgen. Damals habe er den ersten größeren Stall gebaut, sagt der Hederner. Heute hält er 26.000 Hühner in vier Altersgruppen in drei Ställen und beschäftigt 14 Mitarbeiter. Und auch sein Vater ist nach wie vor für den Familienbetrieb im Einsatz. Die Eier aus Bodenhaltung werden in Direktvermarktung bis nach Bremen, Hannover und Soltau gefahren. Auch große Supermärkte gehören zu den Abnehmern. „Wichtig ist, dass die Kunden Vertrauen haben zur Person, die dahintersteht“, sagt Poppe. „Man weiß, wo es herkommt.“ Sie lieferten die Eier selber aus und kämen mit den Menschen ins Gespräch.

Auf die Idee, Nudeln herzustellen, seien er und seine Frau vor etwa zehn Jahren gekommen. „Übers Ei kann man nicht soviel erzählen“, sagt Poppe. Nudeln eigneten sich zudem besser für Verkostungen in Supermärkten. Für eine Kette hätten sie die Holzmöbel für die Produktpräsentation sogar selbst gebaut.

Vor gut zwei Jahren hätten sie einen Bereich auf dem Hof für die Nudelproduktion umgebaut. Bei der Herstellung der Teigwaren sei sehr viel Handarbeit nötig. „Aber die Nudel macht Spaß.“

„Wir hoffen, dass noch das eine oder andere dazukommt“, blickt Poppe in die Zukunft. Bisher hätten sie vier Formate, darunter Spaghetti und Bandnudeln. Er könne sich vorstellen, weitere Formen und zum Beispiel Dinkelnudeln anzubieten. „Wir hoffen, dass wir nochmal Geld damit verdienen“, sagt Poppe und schmunzelt. Abnehmer für die Teigwaren seien Supermärkte, aber auch größere Gastronomiebetriebe, erzählt Poppe.

Die ausgezeichneten Sputnik-Nudeln. - Fotos: Elling

Eine Arbeitserleichterung stellten die neuen, vorgedruckten Tüten dar, auf die sie derzeit warteten. Das mühsame Bekleben per Hand könne dann entfallen. Auf die Idee, am Wettbewerb „Kulinarische Botschafter“ teilzunehmen, sei er auf einer Produktbörse gekommen, erinnert sich Poppe. Die für die „Botschafter“ zuständige Agentur habe ihn auf die Idee gebracht. Sehr wichtig ist für Poppe das Netzwerken, das durch eine solche Auszeichnung erleichtert werde. So habe er einen Soßenproduzenten kennengelernt – ideal für jemanden der Nudeln herstelle. Wichtig ist dem Landwirt der regionale Anspruch. Bisher sei sein Betrieb immer weiter gewachsen. „Aber man muss das Ganze auch nervlich und wirtschaftlich durchhalten können.“ 

sal

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