Amateurfunker treffen sich zum Fieldday / Verbindungen auch in die Karibik

Sonnenaktivität sorgt für Blackouts

Die Funker brachten einiges an Equipment mit zum Fieldday.
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Die Funker brachten einiges an Equipment mit zum Fieldday.

„Wir haben zwar die Sonne nicht gesehen, aber sie hat uns zeitweise doch sehr beschäftigt“, hieß es vom Schneeheider Andreas Hahn, der als Gast am Fieldday des Ortsvereins Walsrode des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) in Schneeheide teilnahm. Der zwölffache Mannschafts-Weltmeister wohnt schon einige Jahre in der Ortschaft und ist Mitglied sowie Vorsitzender des DARC-OV Lehrte.

Schneeheide –„Mit Fieldday werden Treffen und Wettbewerbe unter Funkamateuren bezeichnet, die ihre technischen Gerätschaften auf freiem Gelände und unabhängig vom Stromnetz aufbauen“, erläuterte Jan-Hendrik Preine aus Bomlitz, Vorsitzender des DARC-OV Walsrode. Anlass für diese „Feldtage“ sei meistens Wettbewerbe, bei denen die „Jagd“ nach Kontakten mit möglichst vielen Amateurfunkern im Vordergrund stehe – und das weltweit.

Eine der wichtigen Voraussetzung ist dabei eine Antennenanlage für alle Frequenzbereiche, die manuell gesteuert werden kann sowie das weitere technische Equipment der Sende- und Empfangsanlage, die auch als Amateurfunkstelle bezeichnet wird. Sie soll den Funkern möglichst viele sowie weit entfernte Gespräche über den Äther ermöglichen. Hinter dem Elternhaus von Ingo Bartori, einem OV-Mitglied, lag das Gelände und hier begannen bereits am Vorabend die ersten Vorbereitungen für den Aufbau des Camps.

Sonne macht einen Strich durch die Rechnung

Am nächsten Tag wurde die Sendestelle weiter ausgebaut und die Antennen für die verschiedenen Frequenzbereiche justiert. Erste Kontakte außerhalb des Contest verliefen zufriedenstellend und voller Tatendrang warteten die Akteure auf den Beginn des Contest, der am frühen Morgen des Folgetags startete. Die Walsroder Amateurfunker beteiligten sich an dem Aktivitätswettbewerb der DARC-Distrikte Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Aber schon bald wurden die Akteure, die auf den Bändern der Kurzwelle nach Kontakten suchten, von der Sonnenaktivität überrascht. Verbunden war das mit deutlichen Störungen der Ausbreitungsbedingungen, die durch Sonnenflecken und starke Plasma-Magnetfeldbögen hervorgerufen wurden. Diese aktive Region hatte eine erdgerichtete Position erreicht, die teilweise zu Blackouts im Funkverkehr auf der Tagseite der Erde führten. Gerechnet wurde auch mit einem Sonnensturm.

Zeit zum Fachsimpeln

Der Fieldday bot dennoch genügend Zeit fürs Fachsimpeln, aber auch der gemütliche Teil kam nicht zu kurz. Verbindungen in die Karibik und die USA waren möglich und nach Asien ging es auch. Der Funkfreund aus Jamaika hätte gerne ein paar Grad Kälte aus der norddeutschen Region übernommen.

Obwohl sich die Sonne nicht blicken ließ, hat sie den Akteuren dennoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Bedingungen waren nicht sehr gut, aber mit transportabler Technik aus dem Zelt heraus habe sich gut arbeiten lassen und von daher zeigte sich der OV mit dem Ergebnis zufrieden. Sicher reiche es nicht für die Podestplätze, aber im vorderen Teilnehmerfeld werde man den OV nach der Auswertung wohl finden können.

Preine wies noch darauf hin, das dieser Fieldday auch aus anderen Gründen wichtig gewesen sei: Seit etlichen Jahren bestehe eine Zusammenarbeit des OV mit dem Heidekreis-Katastrophenschutz sowie deren angeschlossenen Organisationen. Mit dem als Notfunk bezeichneten Funkbetrieb leisteten die Amateure mit ihren eigenen Anlagen in Not- und Katastrophensituationen Hilfe.

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