Sommerfest in der Rethemer Arche steht ganz im Zeichen der Indianer

„Das ist Bildung pur“

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Im Papp-Kanu ging es über den Hindernisparcours.

Rethem - Statt Leonie, Caspar und Lennert bevölkerten gestern Nachmittag Flinke Schildkröte, Weißer Adler, Lachender Hase und ihre Stammesbrüder und -schwestern die Rethemer Arche. Die Kindertagesstätte der Kirchengemeinde hatte zum Sommerfest geladen. Und das stand ganz im Zeichen der amerikanischen Ureinwohner.

Da gab es einen Barfußpfad, das Basteln von Federschmuck, nebenan die dazu passende Kriegsbemalung, Goldwäsche und ein Kanuwettrennen. Außerdem hatten die Eltern für ein überaus gut bestücktes Buffet gesorgt, während die Erzieherinnen mit Feuerwasser die passende Erfrischung anboten.

Inmitten des regen Treibens, das nun einmal entsteht, wenn 93 Kinder, ihre Familien und die Arche-Mitarbeiterinnen zusammen feiern, saß Reiner Behrens und trommelte. Eigentlich heiße er Ho Wakan, erklärte der 48-Jährige aus Rethem-Moor seinem Publikum und machte klar: Er ist kein Indianer per Geburt, sondern aus Überzeugung.

Mit den „echten“ Indianern hatten sich die Kinder in den zurückliegenden Wochen bereits intensiv befasst. Wie lebten die Menschen von den Stämmen der Mohikaner, Chinook, Apachen und Pueblo? Was aßen sie? Wie sahen ihre Behausungen, ihre Kleidung, ihre Waffen aus? Diese Fragen im Hinterkopf, wälzten die Kinder Bilderbücher, sprachen im Morgenkreis darüber, bereiteten auch schon mal ein indianisch angehauchtes Frühstück vor und vor allem bastelten sie, was das Zeug hielt.

Sommerfest der Kita Rethem

Ausgestellte Ketten, Masken, kleine Totempfähle und viele Bilder zeugten gestern von dem Feuereifer, mit dem die Kinder zu Werke gegangen waren. , freute sich Kita-Leiterin Dörthe Göritz-Timme über den Erfolg des Projektes und die Begeisterung ihrer Schützlinge. Entstanden war das Thema aus dem Waldprojekt „Der Natur auf der Spur“. „Die Indianer sind ja auch sehr mit der Natur verbunden“, erklärte Göritz-Timme den Zusammenhang.

So ganz nebenbei setzten sich die Kinder dann auch ein wenig mit sich selber auseinander. Ein Indianer braucht schließlich einen klangvollen Namen. „Was sind meine Stärken? Wie kann ich wohl heißen?“, hätten sich die Mädchen und Jungen also gefragt, so die Kita-Leiterin. Das Ergebnis zeigte: Die Arche-Kinder sind schnell, stark, und Humor haben sie auch.

kp

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