Probebohrungen für Stromtrasse stehen kurz bevor

Schutz vor schwerem Gerät

Verkehrsschilder im Vordergrund, rechts ein Deich und davor ein mit Stahlplatten abgedeckter Weg.
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Mit Stahlplatten wird der Weg am Kirchwahlinger Deich Richtung Böhme vor Schäden durch schwere Baumaschinen geschützt. Hier sollen Probebohrungen für einen möglichen Trassenverlauf vorgenommen werden.

Kirchwahlingen – Der Weg am Kirchwahlinger Deich in Richtung Böhme macht in diesen Tagen einen seltsamen Eindruck. Er ist in zwei Reihen mit Stahlplatten belegt worden. Veranlasst hat diese Maßnahme die Samtgemeinde Rethem. Für die Arbeiten war der Weg gesperrt worden. Inzwischen ist er aber wieder für den landwirtschaftlichen Verkehr befahrbar. Dabei geht es nicht darum, Schäden zu überbrücken, sondern Schäden zu vermeiden.

Bohrgrunduntersuchungen

Wie von Fachbereichsleiter Kevin Grochotzky im Rethemer Rathaus zu erfahren war, werden hier demnächst erste Voruntersuchungen des Unternehmens Tennet für Suedlink vorgenommen. „Tennet will hier mit Bohrgrunduntersuchungen herausfinden, ob sich der Untergrund für einen Verlauf der Hochspannungsleitung unter der Aller eignet.“ Alternativ gäbe es ja noch eine zweite Variante für die Trasse, die ebenfalls durch den Heidekreis verlaufen werde.

Wann es genau mit den Untersuchungen losgehen wird, wusste der Verwaltungsmitarbeiter nicht zu sagen, aber: „Das ist wohl witterungsabhängig, und außerdem muss die Aller wohl einen gewissen Pegel haben.“

Beginn der Arbeiten Ende Oktober/Anfang November

Das bestätigt auch Moana Seiler vom Unternehmen Tennet: „Wir rechnen aber mit einem Beginn der Arbeiten für Ende Oktober/Anfang November.“ Berücksichtigt werden müssten auch naturschutzrechtliche Dinge. Gebohrt werde mit schwerem Gerät im Bereich der Aller, aber auch im Seitenraum der Straße mit weniger großem Aufwand. Für die Vorbereitungen, die Durchführung und die Abfahrt wird bei Tennet mit einem Zeitraum von fünf Tagen gerechnet.

Suedlink: Verzögerungen durch die Corona-Pandemie

Wann es genau mit der Verlegung des Stromkabels losgehen kann, sei schwer zu sagen. Das hänge von der Bundesnetzagentur als Genehmigungsbehörde ab. „Wir rechnen damit, dass Mitte bis Ende des nächsten Jahres die Genehmigung für die Arbeiten im Heidekreis vorliegen.“ Wann man mit der Trasse im Süden des Landes sein werde, sei ebenfalls nicht genau vorherzusagen. „Durch die Corona-Pandemie hat es Verzögerungen gegeben. Eine Fertigstellung der Trasse bis nach Süddeutschland im Jahr 2026 ist ein ambitioniertes Ziel.“

Sollte sich durch die Bohrung herausstellen, dass der Bereich Frankenfeld nicht geeignet ist, dann habe man im 1000 Meter breiten Korridor eine Alternative, die geprüft werde. Sie liege etwas südlicher in östlicher Richtung nahe Bosse. Bewertet werde der Baugrund, aber auch die Flora und Fauna im Umfeld.

Untersuchung auf Eignung zur Verlegung des Erdkabels unter der Aller

Die Trasse soll nach Fertigstellung den Süden des Landes mit Strom aus Windparks im Norden verbinden. Die betroffenen Eigentümer angrenzender Flächen wurden inzwischen von Tennet über die Maßnahmen informiert: „Um energiearme Regionen mit Strom aus energiereichen Landesteilen zu versorgen, werden Stromtrassen benötigt. Dafür werden im Bereich Böhme/Frankenfeld Probebohrungen vorgenommen, um den Untergrund auf die Eignung zur Verlegung eines Erdkabels unter der Aller zu untersuchen.“

Der Heidekreis informiert auf seiner Homepage ausführlich über das Projekt „Suedlink – Die Stromtrasse von Nord- nach Süddeutschland“ und verweist auf Links zu Internetseiten von Tennet und der Bundesnetzagentur, wo weitere Informationen zu den Planfeststellungsbeschlüssen zu finden sind.

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