Brandschutz und Barrierefreiheit

Schul-Arbeiten in den Ferien

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Per Knopfdruck geht's auch: Hausmeister Heinz Weber präsentiert eine der neuen selbstschließenden Brandschutztüren.

Rethem - Große Ferien. Kein Getrappel von Kinderfüßen auf den Fluren. Kein Lärmen auf dem Pausenhof. Kein Unterricht. Keine Hausaufgaben. Schul-Arbeiten im übertragenen Sinn gibt es dennoch.

Wo sonst in der Heinrich--Christoph-Londy-Schule Gänge und Klassenzimmer fest in Schülerhand sind, sind jetzt die Handwerker aktiv.

Im Bereich der Oberschule beschränken sich die Tätigkeiten auf Malerarbeiten im Rahmen der laufenden Unterhaltung. In der Grundschule dagegen geben sich die Gewerke derzeit die Klinke in die Hand. Einerseits, um die Auflagen des Brandschutzes zu erfüllen. Andererseits, um den Weg zur inklusiven Schule, den Rethem seit zwei Jahren beschreitet, fortzusetzen.

Blick in den langen Grundschulflur: Zusätzlich zur Brandschutzdecke erhält er auf halber Strecke eine Brandschutztür.

Insgesamt, so der stellvertretende Verwaltungsschef Harm-Dirk Hüppe, investiere die Samtgemeinde Rethem als Trägerin der Grundschule in diesem Sommer rund 80.000 Euro. Finanziert werden davon unter anderem neun Brandschutztüren. Sie sind mit Sensoren ausgestattet, die im Falle einer starken Rauchentwicklung die Türen automatisch schließen. Außerdem werden die Flure und Gänge der Grundschulen mit Brandschutzdecken ausgestattet. „Die waren bislang noch nicht vorhanden“, berichtet Hausmeister Heinz Weber bei einem Gang über die Baustelle.

Schluss mit Stufen: Jetzt führt eine Rampe ohne Barrieren hinunter zur Turnhalle.

Schon im vergangenen Jahr, so Weber, habe die Grundschule einen barrierefreien Eingang vom Pausenhof sowie eine behindertengerechte Toilette erhalten. Nun wurden auch die Stufen, die bislang zur Turnhalle führten, mit einer Rampe überbaut. Bislang besuche kein Kind im Rollstuhl die Grundschule, erklärt Harm-Dirk Hüppe. „Aber wenn mal eins kommt, sind wir entsprechend ausgestattet.“ Dafür, dass in der Oberschule unter Trägerschaft des Heidekreises in diesem Jahr nur wenig passiert, nennt Hüppe einen konkreten Grund. Die Schulentwicklungsplanung des Landkreises sei gerade neu aufgestellt worden und sichere den Standort Rethem erst jetzt um weitere zehn Jahre.

Er könne sich gut vorstellen, dass ab dem nächsten Jahr auch dort wieder mehr investiert werde, so Hüppe weiter. Unter anderem stehe ein gemeinsames Lehrerzimmer für Grund- und Oberschule ganz oben auf der Wunschliste.

kp

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