Nabu bietet für morgen Fahrradtour an / Start am Burghof-Parkplatz in Rethem

„Samtpfoten im Wald“

Wildkatzen sind scheue Gesellen, die selbst Experten kaum zu Gesicht bekommen.
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Wildkatzen sind scheue Gesellen, die selbst Experten kaum zu Gesicht bekommen.

Rethem – Der Naturschutzbund (Nabu) Heidekreis lädt für morgen, Sonntag, zu einer circa fünfstündigen Fahrradtour durch die dünnbesiedelte Natur- und Kulturlandschaft südlich von Rethem ein. „Die Teilnehmer begeben sich auf die Spur der Wildkatze“, schreibt Nabu-Sprecherin Dr. Antje Oldenburg in der Einladung.

Vom Treffpunkt auf dem Parkplatz am Burghof in Rethem, Lange Straße 4, geht es um 11 Uhr auf einen etwa 35 Kilometer langen Rundkurs durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Kieferforsten, Moorbirken- und Mischwäldern, Wiesen und Weiden, erlengesäumten Bächen und stillen Moortümpeln. Oldenburg: „Bei mehreren Zwischenstopps erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die Lebensweise der heimlichen Waldbewohner, lernen die Unterscheidungsmerkmale zwischen Wild- und Hauskatzen kennen und bekommen einen Einblick in die Gefährdung und den Schutz der stark gefährdeten Tierart.“

Selbst Experten bekämen die Wildkatzen kaum zu Gesicht. Geräuschlos und nahezu unsichtbar schlichen sie durch das Unterholz reich strukturierter Mischwälder, gingen in der Dämmerung am Waldessaum und auf Lichtungen auf Mäusejagd.

Die Tierart sei in Deutschland im 18. und 19. Jahrhundert durch Verfolgung nahezu ausgerottet worden und kehre auf Samtpfoten in ihre Heimat zurück. „Dank intensiver Schutzmaßnahmen leben deutschlandweit schätzungsweise wieder 5 000 bis 10 000 der scheuen Jäger“, schreibt der Nabu. Inzwischen seien sie nicht nur in Mittelgebirgen, sondern auch vereinzelt im Flachland festgestellt worden. So konnten 2017/2018 im Rahmen einer vom BUND durchgeführten Wildkatzenerfassung erste Nachweise nordöstlich von Bispingen und südlich von Hedern und Rethem erbracht werden.

Die Teilnahme an der Exkursion ist für Nabu- und BUND-Mitglieder kostenlos, von Nicht-Mitgliedern wird eine Gebühr von zehn Euro erhoben. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei Antje Oldenburg unter der Telefonnummer 05164/801113.

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