Rote Taschen und Brillen

SoVD-Frauen aus dem Heidekreis demonstrierten in Rethem für Lohngerechtigkeit

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Demonstration vor der Kreissparkasse Rethem für den Equal Pay Day: Mehr als 50 Frauen aus den Ortsverbänden des gesamten Heidekreises kamen am Samstag zu dieser Veranstaltung, die mit einem Frauenfrühstück in der „Rethemer Fähre“ endete.

Rethem - Ein stattliches Bekenntnis zum Equal Pay Day lieferten mehr als 50 engagierte Frauen des SoVD Heidekreis am Sonnabend in Rethem ab. Sie demonstrierten vor der Kreissparkasse für mehr Lohngerechtigkeit.

Unterstützt wurden sie durch Landesfrauensprecherin Roswitha Reiss aus Göttingen, die den Damen anschließend mit einer eindrucksvollen Rede massiv den Rücken stärkte.

Jüngere sollen sich stärker engagieren

Mit roten Taschen und hübschen roten Sonnenbrillen waren sie zu den kleinen Marktständen an der Sparkasse gekommen, gut vorbereitet von Kreisfrauensprecherin Annette Krämer und dem Kreisvorsitzenden Jürgen Hestermann. Und an diesem stürmischen Märzsamstag kam sogar die Sonne ein bisschen heraus, gewissermaßen, um das Anliegen der Frauen auch bildlich zu unterstützen.

In der „Rethemer Fähre“ konnte Krämer dann zahlreiche Vertreterinnen aus den Ortsverbänden des Nord- und Südkreises begrüßen. Sie dankte dem Ortsverband Rethem mit seiner ersten Vorsitzenden Irmtraud Panning an der Spitze für die gute Vorbereitung dieses traditionellen Tages für die Frauen. Kreisvorsitzender Jürgen Hestermann machte Mut: „Lassen Sie sich nicht unterkriegen.“

Landesfrauensprecherin Roswitha Reiss deutete an, dass dieser Tag auch in den kommenden Jahren stattfinden werde. „Dann in etwas abgewandelter Form, aber wir werden weiter auf diese Lohnungerechtigkeit für uns Frauen massiv aufmerksam machen müssen.“ Gerade bei den Jüngeren müsse das Engagement gesteigert werden, „denn irgendwann kommt die Rente, und dann sieht es schlecht aus. Reiss forderte zudem Chancengleichheit im Bildungssystem und stellte anhand von Beispielen eindrucksvoll vor, wie sich die Gehaltsstruktur zwischen Frauen und Männer auch heute noch zu Ungunsten der Frauen darstelle. So verdiene ein Chemiker 5 347 Euro, eine Chemikerin für gleiche Leistungen 929 Euro weniger. „Wir vom SoVD wollen die Frauen stark machen. Kommen Sie zu uns.“

Die regionale Equal-Pay-Day-Beraterin Marleen Knust aus Neuenkirchen erinnerte daran, dass das Lohngefälle auf dem Land noch viel größer sei. „Viele Frauen wählen den Minijob, weil die Wege auf dem Land sehr viel länger sind.“ Die Politik müsse begreifen, dass Frauen leistungsfähig seien, auch in Männerberufen.

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