Zehn Jahre Zentrum

Rettungshunde: Such und hilf!

Einblick in die Ausbildung eines zweieinhalbjährigen Pinschers zum erfolgreichen Rettungshund.

Rethem - Der deutsche Pinscher als Rettungshund und ein 23 Jahre alter Haflinger als Ein-PS-Antrieb für die Feuerwehr von damals: Das und vieles mehr konnten die Zuschauer gestern auf der Rethemer Scheibenwiese erleben. Das Rettungszentrum feierte sein zehnjähriges Bestehen und die Organisatoren von Feuerwehr, Johannitern, DLRG und Polizei freuten sich über das große Interesse bei den Besuchern.

Samtgemeindebrandmeister Georg Mahler konnte schon am späten Vormittag große Gruppen von Besuchern begrüßen, für die ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt worden war. Dabei erlebten sie zum Beispiel, dass auch Tiere ihren Dienst in den Hilfsorganisationen versehen, eindrucksvoll vorgeführt von der Rettungshundestaffel der Johanniter aus Visselhövede.

Bei einer Wanderung vermisste oder aus Heimen „abgängige“ Senioren werden von den Hunden ebenso gesucht, wie zum Beispiel nach einer Gasexplosion unter den Trümmern eines Hauses vermutete Opfer. Oder der Jäger, der irgendwo im Wald beim Anblick der ersehnten Jagdbeute plötzlich vor Aufregung umfällt, bevor er zum Schuss kommt: „Auch so etwas kommt vor“, berichtete Joachim Raddatz, Leiter der Visselhöveder Staffel.

Zum Löscheinsatz mit Haflinger: Die historische Handdruckspritze aus Südkampen hat einen Ein-PS-Antrieb. - Fotos: Fred Raczkowski

Im Einsatz konnten in Rethem Hunde verschiedener Rassen bewundert werden. Vom deutschen Pinscher und Schäferhund bis zum vielseitigen Labrador: Ihre Spürnasen werden immer wieder zur Rettung von Menschenleben gebraucht, unter dem Motto „Such und hilf!“

Von einem ganz anderen Kaliber ist Piko. Der 23-jährige Haflinger zieht mit seinem Einspänner-Brustblattgeschirr die historische Handdruckspritze der Freiwilligen Feuerwehr Südkampen. Die Spritze war bei der Gründung der Pflichtfeuerwehr in Südkampen im Jahr 1875 angeschafft worden. Das historische Löschgerät war bis 1961 im Einsatz. Die Pferde waren bis dahin aber bereits durch Traktoren ersetzt worden. „Gelöscht“ wurde gestern in Rethem übrigens gleich vom Kutschbock aus: Bei hochsommerlichen Temperaturen kam die kühle Erfrischung aus dem Feuerwehrschlauch bei den Zuschauern gut an.

Mal auf einem richtigen Polizei-Motorrad sitzen: Dieser Traum erfüllte sich für Ben Heinen aus Cluvenhagen.

Oldtimer-Fans kamen auch sonst voll auf ihre Kosten. Vom Trabbi-Gespann bis zu mehreren Handdruckspritzen wurde Feuerwehrgeschichte deutlich. Aber auch modernstes Lösch- und Rettungsgerät wurde vorgeführt. Bei Eltern mit kleinen Kindern wurde zudem das Angebot, sich auf einem Polizei-Motorrad fotografieren zu lassen, gern genutzt. Andere ließen sich den PPS-BMW vorführen, mit dem die Beamten auf der Autobahn Verkehrssündern nachspüren. 

 fra

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