Beuss-Abriss zu 100 Prozent gefördert / Seniorenheim ins Gewerbegebiet Stöckener Straße

Rethemer Stadtbild verändert sich

Das Plangebiet für die Seniorenanlage wird auf dieser Skizze dargestellt (l. das Fitnesscenter).
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Das Plangebiet für die Seniorenanlage wird auf dieser Skizze dargestellt (l. das Fitnesscenter).

Rethem – Das Rethemer Stadtbild wird sich in den nächsten Monaten weiter verändern. Neben dem Ratskeller wird auch der Beuss-Komplex an der Langen Straße einem Neubau weichen. Wie schon die Ratskeller-Investoren, kann auch der neue Beuss-Eigentümer, Siegfried Heidorn aus Gadesbünden, mit einer hohen Förderung rechnen: Die gesamten Abrisskosten in Höhe von 86 751 Euro sollen über die Städtebauförderung finanziert werden.

Der Bauausschuss gab auf seiner Sitzung am Donnerstagabend im Burghof grünes Licht für das Vorhaben. Die maximale Förderung, so hieß es auf der Sitzung, erfolge wegen der besonderen städtebaulichen Bedeutung des Vorhabens.

Stadtdirektor Cort-Brün Voige erklärte: „Für den Neubau gibt es ein gutes Konzept.“ Die Stadt soll nun einen Vertrag mit Siegfried Heidorn abschließen, in dem sich der Eigentümer zu verpflichten hat, bei „dem neu zu errichtenden Wohn- und Geschäftsgebäude die Sanierungsziele sowie die beschlossenen Gestaltungsrichtlinien der Stadt Rethem (Aller) einzuhalten“.

Grünes Licht gab der Ausschuss auch für den Bau einer Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtung im Gewerbegebiet „Stöckener Straße“ (Aldi). Investor Jan Heimsoth aus Langwedel plant den Bau der Einrichtung nun auf einem Gelände im Bereich zwischen Fitnesscenter und Ehrenfriedhof. Dazu müssen allerdings Bebauungsplan und Flächennutzungsplan noch entsprechend geändert werden.

Wie berichtet, sollte das Seniorenheim ursprünglich im Bereich der Worth, hinter der Kreissparkasse, gebaut werden. Dieses im Stadtzentrum gelegene Gelände war der Wunschstandort von Ratsmitgliedern und Investor. Allerdings scheiterte der Plan daran, dass ein für das Vorhaben benötigtes Grundstück nicht gekauft werden konnte. Stadtdirektor Voige: „Ein Grundeigentümer war nicht zur Veräußerung zu bewegen.“ Bürgermeister Frank Leverenz: „Das ist sehr bedauerlich, jetzt haben wir nur die B-Variante.“ Allerdings gebe es mit der neuen Planung auch „gute Perspektiven für die Zukunft in diesem Bereich“.

Zur Sanierung des Rathauses gab Thomas Jäh, Planungsbüro Niemeyer, wieder einen kurzen Sachstandsbericht. Danach seien die Maurerarbeiten abgeschlossen und die tragenden Wände im Dachgeschoss komplett ausgetauscht worden. In der nächsten Woche stehe nun die Dämmung der Decke an.

Im Bauausschuss der Stadt berichtete Deichverbandsvorsitzender Heinz Ueltzen über verschiedene Maßnahmen zur Deichverstärkung. Grundsätzlich gebe es hier bisher eine reine Vorplanung, entschieden sei noch nichts. Zuvor werde es auf jeden Fall noch eine öffentliche Info-Veranstaltung geben.

Es geht um Verstärkungen von der Allerbrücke bis zum Pegelhaus und von dort im nördlich der Bebauung gelegenen Bereich. An der Aller solle der Hochwasserschutz entweder durch eine Wand oder eine Deicherhöhung verbessert werden. Ueltzen: „Die Wand würde teurer als der Deich werden.“ Im weiteren Verlauf möchte der Landkreis, so Ueltzen, die Deichlinie möglichst an die Bebauung zurücknehmen, um dem Hochwasser der Aller mehr Raum zu geben.

Die Entscheidung werde letztlich aber beim Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) getroffen, so der Planer.  fra

Auf dem Gelände zwischen Ehrenfriedhof und Fitnesscenter (r.) soll die neue Wohn- und Pflegeeinrichtung für Senioren entstehen.
Beuss an der Langen Straße 15: Auch die Abrisskosten werden wegen der besonderen Bedeutung für das Stadtbild komplett aus Fördermitteln übernommen.

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