Rethemer Schüler bringen Kleiderspenden ins Flüchtlingscamp

Gesammelt und sortiert

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Schüler, Lehrer und DRK-Mitarbeiter mit einem Teil der Spenden. Fotos (2): Wehler

Bad Fallingbostel - Schülerinnen und Schüler der Grund- und Oberschule Rethem haben für die Flüchtlinge im Camp Fallingbostel-Ost Spenden gesammelt. Die Idee hatte die Klasse 9c. Lehrer Frank Seubert bündelte die Aktivitäten, und die Jugendlichen riefen in der Schule auf, für die Flüchtlinge Kleider, Schuhe, Wäsche, Spielzeug und mehr zu spenden. Der Aufruf fand große Resonanz. Das beeindruckende Ergebnis konnten nun die leitenden Kräfte vom DRK im Camp-Ost bestaunen.

Ein großer Autoanhänger mit 1,8 Tonnen Nutzlast und zwei Kleinbusse waren bis unters Dach vollgestopft mit Kleidersäcken, Kartons, Kinderspielzeug und Babysachen sowie Hygieneartikeln und einem Faltbuggy.

Diesen nahm Kerstin Winkelmann, Leiterin der DRK-Kleiderkammer im Camp-Ost, sofort freudig beiseite. „Der wird dringend gebraucht.“ Kinderwagen und -karren seien gerade Mangelware und würden für die Flüchtlingsfamilien dringend benötigt.

Nach der ersten freudigen Überraschung für Kerstin Winkelmann ging es im Materiallager des Camps ans Ausladen. Ralf Wiechers von der DRK-Leitung erklärte den angereisten 14 Schülern und vier Lehrkräften, warum die Spenden erst in eine Sammelhalle kommen und dort zwischengelagert werden. „Hier werden die Kleiderspenden sortiert – nach Gruppen und Größen“, so Wiechers. Nach und nach, je nach Bedarf, würden die Sachen wieder herausgeholt.

Dann bildeten die Rethemer eine Menschenkette und reichten alle Kisten, Kartons und Säcke von Hand zu Hand weiter, bis die Fahrzeuge entleert waren. Da staunten selbst die Schüler noch einmal, was sie alles gesammelt hatten.

Die Eltern aller Kinder von Grund- und Oberschule, so Schulleiterin Sandra Steinhoff-Schäfer, hätten sich „unwahrscheinlich toll“ engagiert.

Nach dem Ausladen ging es in einen Unterrichtsraum im Sozialgebäude des Flüchtlingscamps. Dessen Leiter Reiner Heming erläuterte den Kindern und Lehrern die Arbeit und die Abläufe im Flüchtlingsalltag des Camps. Er ging auch auf die ethischen Grundsätze des DRK ein und wie die Hilfsorganisation von Henry Dunant gegründet wurde.

Nach ihrer Motivation für die Spendenaktion befragt, erklärten die meisten Schüler, dass sie ja selbst auch mal in Not geraten könnten. Dann würden sie hoffen, dass andere Menschen auch ihnen beistünden. Grundschüler sagten, dass es ihnen wichtig sei, anderen Menschen zu helfen.

Reiner Heming und Kerstin Winkelmann bedankten sich bei den Schulkindern und lobten deren Anstrengungen. Sie hatten nicht nur Spenden gesammelt, sondern sie auch noch gut sortiert und fein säuberlich verpackt. Dies erleichtere die Arbeit der Helfer in der Kleiderkammer sehr, sagte Winkelmann.

Zum Dank für ihr großes soziales Engagement gab es für die Schüler Schokoweihnachtsmänner. Abschließend besuchten die Rethemer die Kinderbetreuung, und ehe sie sich versahen, waren sie mittendrin und schauten zu oder halfen den Kindern beim Malen. Sprachbarrieren gab es dabei keine, denn Zeichensprache geht immer.

hf

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