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Rethem und die Aller ganz im Zeichen des Klimawandels

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Fünf Leute am Flussufer.
Im Mai geht es im Aller-Leine-Tal um verstärkten Hochwasserschutz: Vertreter der Feuerwehr, des THW, Samtgemeinde-Bürgermeister Carsten Niemann und Dr. Katrin Flasche auf dem Allerdeich in Hodenhagen. © Müller

Stürme, Trockenperioden, Überschwemmungen und andere Auswirkungen des Klimawandels: Hodenhagen veranstaltet am 7. Mai einen Hochwasseraktionstag.

Hodenhagen/RethemSchwarmstedt – Mit einem kräftigen Anschub von Hodenhagens Samtgemeinde-Bürgermeister Carsten Niemann sowie mit Unterstützung der beiden Samtgemeinden Rethem und Schwarmstedt und den entsprechenden Fachbehörden findet es nun doch statt: ein Experten-Wochenende mit drei Veranstaltungen zum Hochwasserschutz an Aller und Leine. Die Öffentlichkeit wird zudem zum Hochwasseraktionstag am 7. Mai von 10 bis 14 Uhr, am Brinkhaus und auf der Aller eingeladen.

Das Thema wird eingebunden in die aktuellen Probleme des Klimawandels im Heidekreis. Trockene Landstriche auch an den Flüssen, Starkregen, Sturm, der ganze Wälder flachlegt – „alles das müssen wir den Bürgerinnen und Bürgern näherbringen, sie besser vorbereiten auf mögliche Katastrophen, sie einbinden in das Wissen der Behörden und Verbände“, sagt Niemann. Er wird von einem Expertenteam aus Celle und Hannover unterstützt: von der Niedersächsischen Landwirtschaftskammer mit Uwe Petry an der Spitze sowie Dr. Katrin Flasche, Geschäftsführerin der Kommunalen Umwelt-Aktion UAN, und zahlreichen lokalen Akteuren, die den Hochwasseraktionstag begleiten werden. Die Feuerwehr Hodenhagen ist dabei, das THW und viele andere freiwillige Helfer.

„Wir wollen einen Deich bauen, wollen durch die Bevölkerung Sandsäcke füllen lassen und mit ihnen in einem künstlichen Bereich versuchen, einen Deichbruch nachzustellen“, so Niemann. Zeigen, wie schwer es sei, selbst eine kleine Wassersäule, von der Feuerwehr inszeniert, zu bekämpfen. Auf der Aller wird es Rettungsaktionen mit dem THW geben. Ein Infomobil, extra angerückt aus Köln, wird ausführlich über gezielten Hochwasserschutz informieren.

Der Klimawandel sei in aller Munde und werde immer spürbarer, mahnte Katrin Flasche. Die extremen Wetter-phänomene mit dem Auftreten von Starkniederschlägen und Dürre sowie die Zunahme von Hoch- und Niedrigwasser in den Flüssen beeinflussten das Leben immer deutlicher. „Auf diese Szenarien müssen wir uns vorbereiten. Anpassung an die Folgen des Klimawandels werden sowohl von kommunaler Seite, aber auch von Bürgerinnen und Bürgern zukünftig notwendig sein. Katrin Flasche hat die Aktion, in dieauch eine Wanderausstellung eingebunden sein wird, in Gang gebracht. Der Titel lautet „KlimaEinFluss“. Hiermit möchte die Kommunale Umwelt-Aktion in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Öffentlichkeit entlang der Aller sensibilisieren. „Wir stellen diese Wanderausstellung gern auch anderen Gemeinden und Verbänden zur Verfügung“, so Flasche.

Ergänzt wird die Ausstellung am Freitag, 6. Mai, um 18.30 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus in Ahlden durch ein Expertenforum rund um das Thema „Wasser“. Vier Fachleute werden in Form von Kurzimpulsen beleuchten, welche gravierenden Auswirkungen der Klimawandel auf Hochwasser- und Starkregenereignisse in der hiesigen Region für Menschen und Natur haben wird. Gemeinsam sollen Antworten auf die Frage „Müssen wir den Umgang mit Regenwasser neu lernen und welche Möglichkeiten zur Eigenvorsorge gibt es?“ gesucht und mit den Experten diskutiert werden.  mü

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