Aufregung im Wirtschafts- und Finanzausschuss

Rethem setzt Planungen für Dorfregion aus

Sieben Leute am Tisch.
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Der Wirtschafts- und Finanzausschuss lehnte auf der jüngsten Sitzung eine Verwaltungsvorlage zur Dorfregion Aller-Wölpe ab.

Rethem – Das hatte es in sich, als sich die Mitglieder des Wirtschafts- und Finanzausschusses der Samtgemeinde Rethem gemeinsam mit Verwaltungschef Cort-Brün Voige zur abschließenden Tagung vor der Ratssitzung am 14. September trafen. Ausschuss-Vorsitzender Wolfgang Leseberg regte sich mächtig auf, als es um eine Vorlage der Verwaltung ging. Eine unabhängige Auswahlkommission hatte sich am Vortag getroffen, um ein Planungsbüro für die Durchführung des Vergabeverfahrens für die Erstellung des Dorfentwicklungsplanes für die Dorfregion Aller-Wölpe zu finden. Drei Büros waren zur Abgabe eines Honorarangebotes und Vorstellung vor der Auswahlkommission aufgefordert worden.

Das Ergebnis, eine Empfehlung für das Büro Stadtland, wurde den Fachausschuss-Mitgliedern vorgelegt. „Warum ist der Finanzausschuss der Samtgemeinde an diesem Gespräch nicht beteiligt worden?“, fragte Leseberg. „Und überhaupt, eigentlich hätten sich die beiden in Rethem angetretenen Büros dem Wirtschafts- und Finanzausschuss vorstellen müssen.“ Die Teilnehmer der Kommission, unter anderem die Bürgermeister und Ortsvorsteher aus Frankenfeld und Dörverden, hätte man ja hinzuladen können. Leseberg: „Ich werde diesem Vorschlag nicht zustimmen.“

Während Cort-Brün Voige für den Ausschussvorsitzenden und seine Entscheidung zumindest Verständnis zeigte, reagierte Frank Leverenz, CDU, ganz anders. Er sehe darin keinen Formfehler. Man müsse mit dem Verfahren weiterkommen, es sei niemand übergangen worden. Leverenz wies die Äußerungen von Leseberg zurück. Annette Schütz, SPD, meinte, sie hätte die Vorlage, die erst am Donnerstagabend auf den Tisch gekommen sei, vorher sehen müssen. „Ich muss darüber mit meiner Fraktion sprechen.“

Die Beschlussvorlage wurde bei zwei Enthaltungen mit drei Gegenstimmen abgelehnt. Sie soll nun noch einmal überarbeitet und dann dem Verwaltungsausschuss vorgelegt werden. Letztendlich wird der Rat am 14. September darüber entscheiden.

Wolfgang Leseberg am Freitagmorgen noch einmal gegenüber unserer Zeitung: „Es muss alles rechtens sein. Ich habe mich auf jeden Fall als aktives Ratsmitglied übergangen gefühlt, obwohl ich vor dem Treffen der Kommission darum gebeten hatte, dass der Wirtschafts- und Finanzausschuss an der Entscheidung, welches Planungsbüro kommt, beteiligt werden muss. Ich habe nichts mehr davon gehört.“  mü

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