Maik Spyrou betreibt „Unser Boot“ auf der Nordseeinsel / TV-Restaurant-Wettbewerb

Von Rethem nach Wangerooge

Zusammen mit dem Drehteam war es ganz schön eng in der Küche. Fotos: Spyrou

Wangerooge/Rethem – Karotten-Mango-Suppe, gebratener Felsenoktopus und Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern. Als der Rethemer Maik Spyrou nach seiner achtjährigen Bundeswehrzeit 2006 zunächst eine Ausbildung zum Versicherungsfachwirt absolvierte und schließlich gemeinsam mit seiner Ehefrau Antje nach Wangerooge zog, war noch nicht abzusehen, dass er dort einmal Leiter eines gehobenen Restaurants sein würde und mit anderen Gastronomen im Mittelpunkt einer Doku-Soap stehen würde.

In der Woche vom 5. bis 9. August ist er mit seinem Restaurant „Unser Boot“ in der Reihe „Mein Lokal, Dein Lokal! – Wo schmeckt’s am besten?“, täglich auf Kabel eins zu sehen.

Beteiligt sind fünf Restaurants, deren Vertreter sich der Reihe nach gegenseitig besuchen, um schließlich die Räumlichkeiten und natürlich das Essen zu bewerten.

Doch zunächst war Spyrou acht Jahre als Strandwärter bei der Kurverwaltung beschäftigt. Gemeinsam mit seiner Frau eröffnete er 2011 ein kleines Café beziehungsweise eine Baguetterie, die „Schmackothek“. Zunächst sei dies überwiegend Sache seiner Frau gewesen. Doch schließlich habe er bei der Kurverwaltung aufgehört und sich nur noch um das Café gekümmert.

Seine Frau habe bereits viel in der Gastronomie gearbeitet und auch schon mal ein eigenes Restaurant betrieben, so Spyrou. Er habe versucht, auf der Insel in die Versicherungsbranche einzusteigen, das sei ihm allerdings nicht gelungen. „Die Banken hier haben sehr abgebaut. Für mich war klar, dass ich nicht mehr in den Berufszweig zurückkomme. Mir fehlte auch die Lust.“ Mit dem Café sei es sehr gut gelaufen und es habe ihm viel Spaß gemacht.

2015 wurde dem Ehepaar das große Restaurant, damals eine Pizzeria, angeboten. „Wir haben es gewagt.“ Im Januar begann der große und umfangreiche Umbau. Die Eröffnung von „Unser Boot“ folgte im April. „Bereits nach dem zweiten Jahr waren wir bei Tripadvisor auf Platz eins aufgestiegen und sind immer noch das Vorzeige-Restaurant auf Wangerooge“, erinnert sich Spyrou.

Hilfreich sei sicherlich, dass er einen sehr guten Koch habe, der in einem hervorragenden Haus gelernt habe, erzählt Spyrou. „Er war unser großer Glücksgriff.“ Der Erfolg eines Restaurants stehe und falle mit dem Essen, weiß der 49-Jährige.

Nach längerem Überlegen stimmte Spyrou zu, als die Anfrage kam, ob das Restaurant, zusammen mit Lokalen von Borkum und Norderney, bei der Fernsehsendung mitmachen würde. „Fünf komplette Tage lang wurde gedreht“, berichtet Spyrou. Drei auf Borkum, einer auf Norderney und einer auf Wangerooge. Jeden Tag sei ein anderes Lokal an der Reihe gewesen. „Wir waren die Letzten.“

Es sei eine interessante Erfahrung gewesen. „Hinterher sieht man die Sendung mit anderen Augen.“ Angeboten worden seien jeweils Gerichte aus der regulären Speisekarte. Die anderen Restaurants hätten einen ähnlichen Standard wie „Unser Boot“ gehabt. „Wir kannten die anderen Gastronomen nicht. Jetzt hat sich schon eine gewisse Freundschaft entwickelt.“ Ein Treffen auf Borkum sei bereits geplant. Das Kamerateam habe die angenehme und harmonische Truppe gelobt.

Das Lokal läuft, alles hat sich eingespielt. Der umtriebige Spyrou könnte sich vorstellen, „langsam wieder etwas Neues“ zu machen. Er und seine Frau hätten schon überlegt, wieder in den Heidekreis zurückzukommen. Er habe ein Haus in Rethem. Übrigens habe er Gespräche mit dem Eigentümer der Rethemer Fähre geführt. „Aber das ist zu risikoreich“, zögert Spyrou. „Vielleicht ergibt sich ja etwas anderes.“

Aber vor allem bräuchte er vorher einen geeigneten Nachfolger für „Unser Boot“. „Da stecken viel Arbeit und viel, viel Geld drin. Wir sind stolz auf das, was wir geschaffen haben.“ Erst einen Tag vor der Eröffnung sei ihnen bewusst geworden, was sie überhaupt geleistet hätten. Inzwischen sei der Blick dafür etwas verloren gegangen. „Aber wir haben keine Not.“  sal

Wer wissen möchte, wer den Restaurant-Wettbewerb gewonnen hat, sollte vom 5. bis 9. August, jeweils 17.55 bis 18.55 Uhr, die Sendung „Mein Lokal. Dein Lokal“ auf Kabel eins verfolgen.

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