Samtgemeinde Rethem neu im Boot

Bilanz nach zehn Jahren gezogen: Rethem und Deltaland für den Wirtschaftsstandort

Die Wirtschaftsförder von Deltaland zogen gemeinsam mit den beteiligten Kommunen nach zehn Jahren eine beachtliche Bilanz.
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Die Wirtschaftsförder von Deltaland zogen gemeinsam mit den beteiligten Kommunen nach zehn Jahren eine beachtliche Bilanz.

Hodenhagen – Deltaland, die erfolgreiche Wirtschafts-Kooperation der Städte und Gemeinden des südlichen Heidekreises, ist stetig gewachsen. Nach zehn Jahren zog Geschäftsführer Michael Krohn im Hodenhagener Rathaus eine überaus positive Zwischenbilanz. Ganz neu mit im Boot ist die Samtgemeinde Rethem. Gemeinsam mit der Samtgemeinde Hodenhagen, Bad Fallingbostel und Walsrode hat Deltaland mittlerweile bundesweit und auch auf internationaler Ebene einen guten Namen.

„Wir können uns vor Anfragen kaum retten“, berichtete Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring und erhielt die breite Zustimmung der Anwesenden.

„Wir haben jetzt eine Außenstelle Rethem“, sagte Krohn. Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige, der mit seiner Mitarbeiterin Ina Prüser nach Hodenhagen gekommen war, freute sich über den Einstieg bei Deltaland. Er verspreche sich eine Aktivierung des Wirtschaftslebens auch für die Samtgemeinde. „Wir haben interessante Perspektiven zu bieten, beispielsweise in der Landwirtschaft“, so Voige. Vor zehn Jahren sei schon einmal ein Antrag gestellt worden, in die Vereinigung einzutreten. Das habe aber nicht geklappt. „Und nun sind wir froh, dabei sein zu dürfen.“

Eine Geburtstagsfeier zum zehnjährigen Bestehen sei nicht geplant, sagte Michael Krohn in seiner kurzen Rede. Das lasse die Corona-Pandemie zurzeit nicht zu. Und genau genommen seien es auch schon deutlich mehr als zehn Jahre, auf die die regionale wirtschaftliche Zusammenarbeit in ihrem Gründungsbereich, der Vogelparkregion, zurückblicke. Bereits 2004 habe die seinerzeitige Wolff Walsrode AG als Betreiberin des damals noch jungen Industrieparks die interkommunale, privat-öffentliche Kooperation von Bomlitz, Walsrode und Bad Fallingbostel in Fragen der Wirtschaftsförderung und des Standortmarketings begründet.

Vor genau zehn Jahren aber, am 1. April 2011, nahm das vom Land und der EU geförderte Deltaland-Projekt mit einer eigenen Geschäftsstelle die Arbeit auf. 2014 erfolgte die Weiterentwicklung zu einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft, deren Trägerkreis, ein eingetragener Verein.

In den Bereichen Ansiedlung, Gewerbegebietsentwicklung und Standortwerbung sei viel Positives umgesetzt worden, berichtete Krohn. Mit weiteren Partnern, namentlich der Kreissparkasse Walsrode, den Stadtwerken Böhmetal, der EnBW, der IFF als neuer Standortbetreiberin des Industrieparks und jüngst zwei Samtgemeinden aus dem Aller-Leine-Tal, sei die Deltaland-Kooperation inzwischen noch einmal deutlich breiter aufgestellt als bei ihrer Gründung.

In Hodenhagen entstanden zwei „Leuchttürme“ des südlichen Heidekreises: BMW (Bild) mit einem Ersatzteillager und Stute für Teile der Windkraftbranche.

Das spiegele sich auch in der Aufstellung des „Teams Deltaland“ wider: Der Bürgermeister der Samtgemeinde Ahlden, Carsten Niemann, wurde für zwei Jahre turnusmäßiger erster Vorsitzender von Deltaland. Er begrüßte die Samtgemeinde Rethem als jüngste Neuaufnahme im Trägerverein Deltaland.

In seinem Ausblick ging Geschäftsführer Krohn auf die künftigen Arbeitsschwerpunkte ein. Neben den klassischen Ansiedlungs-, Gewerbe- und Industriethemen ständen im Deltaland auch Projekte aus den Bereichen Innovation und neue Energien auf der Agenda; so würden aktuell die Möglichkeiten zum Einsatz der Wasserstoff-Technologie in der Region beleuchtet. Ein wichtiger Baustein ist und bleibt es, ein „Ohr an den Betrieben“ und deren Bedürfnissen zu haben.

Regionale Unternehmen, die sich erweitern möchten, Kooperationspartner und hilfreiche Kontakte suchen oder Unterstützung bei der Fördermittelakquise benötigen, können sich an folgende Erstansprechpartner wenden: Für die Stadtgebiete Walsrode und Bad Fallingbostel: Michael Krohn, Telefon 05162/9852031, E-Mail krohn@deltaland.de; Gebiet der Samtgemeinde Ahlden: Marie Christin Mielke, Telefon 05162/9852033, E-Mail mielke@deltaland.de; Gebiet der Samtgemeinde Rethem: Ina Prüser, Telefon 05165/989816, E-Mail prueser@deltaland.de.

Abschließend gaben die Wirtschaftsförderer ihrer Hoffnung Ausdruck, dass es nach Abflachen der Corona-Lage bald auch wieder möglich sein werde, persönliche Netzwerktreffen für und mit regionalen Unternehmen organisieren zu können: „Zoom und Co sind gut, aber der direkte Austausch ist auch in der Wirtschaftsförderung durch nichts zu ersetzen.“

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