Gespräch zwischen Gudrun Pieper und Cort-Brün Voige

Entwicklung bleibt das beherrschende Thema

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Cort-Brün Voige und Gudrun Pieper unterhielten sich über Rethems Entwicklung.

Rethem - Wichtige Themen für die Samtgemeinde Rethem standen im Fokus des Gesprächs zwischen der CDU-Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper und Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige. Einen Schwerpunkt bildete die Zusage des Landes, die Eltern von Kindergarten-Gebühren freizustellen, so die Pressemitteilung von Pieper. Darüber freuen sich viele Mütter und Väter.

Die für sich betrachtet gute Regelung birgt aber für Cort-Brün Voige eine große Gefahr in sich: „Es ist durchaus denkbar und an sich auch gut, dass damit die Nachfrage nach höherstündiger Betreuung steigt.“ Für kleine Kindergärten, wie zum Beispiel in Böhme und Groß Häuslingen, die nur eine Gruppe mit einer vierstündigen Betreuung haben, käme es dann personell zu Engpässen und deutlich steigenden Kosten, die allein von den Kommunen zu zahlen wären. „Es kann nicht sein, dass die Kommunen im ländlichen Raum durch das neue Gesetz finanziell belastet werden“, machte Voige deutlich. Er forderte, dass das Land für die vom ihm verursachten Kosten in voller Höhe aufkommt. Falls dies nicht gelingt, sieht er die Existenz der kleinen Eingruppen-Kindergärten im ländlichen Raum gefährdet.

Wie das Land die Finanzierung gestalten will, sei noch nicht vollständig geklärt, berichtete Pieper. Umso wichtiger ist es der Abgeordneten, die angesprochenen Punkte direkt in der Fraktion einzubringen, um letztlich einen fairen Ausgleich für alle Seiten zu erreichen.

Die Gesprächspartner tauschten sich des Weiteren über den Bau des Radwegs an der L 159 zwischen Groß Häuslingen und Altenwahlingen aus, der bereits seit vielen Jahren ein großer Wunsch der Bürger ist. Der große Einsatz der Gemeinden Häuslingen und Böhme sowie der Samtgemeinde Rethem habe sich gelohnt, informierte Voige die Abgeordnete. Für diesen Abschnitt finde derzeit das Planfeststellungsverfahren statt. Für 2019/2020 wird mit dem Bau des Radweges gerechnet. „Das ist eine gute Nachricht für unsere Region. Damit wird die Sicherheit für die Radfahrer, insbesondere aber auch für viele Schülerinnen und Schüler auf ihrem Schulweg erhöht“, begrüßt Pieper die Entwicklung.

Mit der Planung des nächsten Abschnitts von Altenwahlingen über Böhme bis Bierde soll in Kürze begonnen werden. Pieper erzählte, dass Mittel seitens des Ministeriums zur Verfügung stehen und ein Förderantrag schnellstmöglich gestellt werden sollte.

Erfreut zeigte sich die Politikerin über die Nachricht, dass aus Landesmitteln eine Förderung der „Dorfregion von Bierde bis Wittlohe“ erfolgt und über die große Beteiligung der Einwohner an diesem Prozess.

Weiter tauschten sich die Gesprächspartner darüber aus, dass mit dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (Isek) von der Stadt Rethem ein Antrag an das Land zur Aufnahme in das Städtebausanierungsprogramm gestellt wurde. Das Konzept soll die Leitlinie für die weitere Stadtentwicklung sein. Damit stehen der Stadt bei einer Bewilligung, die für Herbst in Aussicht gestellt wurde, Fördermittel für öffentliche und private Maßnahmen zur Verfügung. „Mit diesen Mitteln wollen wir unserem Ziel, den Innenstadtbereich nachhaltig aufzuwerten, einen großen Schritt näherkommen“, so Voige. „Unsere Stadt wird damit nicht nur für die Bewohner attraktiver, sondern auch für Touristen und Gäste.“

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