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Heidehort: Eine große Familie, ein echtes Zuhause

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Ältere und jüngere Frau nebeneinander.
Mitbegründerin Waltraut Henze mit Tochter Bettina. © Bätje

Eine renommierte Einrichtung in Altenwahlingen feierte runden Geburtstag. Hervorragende Stimmung herrschte beim 50. Jubiläum des Heidehorts.

Altenwahlingen – Kaiserwetter herrschte beim 50. Geburtstag des Heidehortes in Altenwahlingen. Fast war es etwas zu kaiserlich. Den Männern am Bierausschank stand der Schweiß auf der Stirn, ganz zu schweigen von den Kameraden der örtlichen Feuerwehr, die beim Grillen ins Schwitzen kamen. An der Kaffeetafel im Zelt herrschten gefühlte 40 Grad. Dennoch, die Stimmung war einfach grandios.

Geschäftsführer Oliver Cohrs und Heimleiterin Susanne Schröder begrüßten die zahlreichen Gäste. Cohrs wünschte dem Jubilar, dass es 50 Jahre so weitergehen möge, der Heidehort sei es wert, auch weiterhin geschätzt zu werden. 1972 übernahm die Familie Henze von ihren Vorgängern, Familie Schön, die Heimleitung, und selbst nach fünf Jahrzehnten gibt es Bewohner, die der Wohngemeinschaft die Treue gehalten haben, stellvertretend wurde Paul Pixa erwähnt, der in Rethem schon fast zu einer Institution geworden ist und die erfolgreiche Arbeit des Heidehortes verkörpert.

Bürgermeister Gert Jastremski erinnerte daran, dass die Anfangsjahre nicht nur Erfreuliches bereithielten, doch inzwischen sind das Heim, seine Bewohner und die heimische Bevölkerung zusammengewachsen. Man ist bei Festivitäten gegenseitig zu Gast. „Es hat sich alles eingespielt“, stellte Jastremski fest.

Viel Lob für das Leitungsteam

Neben Waltraut Henze, Mitbegründerin des Heidehortes, waren auch ihre Kinder Roman und Bettina (Kampe) unter den Gästen. Roman ließ Erinnerungen an alte Zeiten Revue passieren und hob hervor, wie froh man sei, mit Oliver Cohrs und Heimleiterin Susanne Schröder ein Team gefunden zu haben, das mit 60 Angestellten das Heim im Sinne des Gründerpaares weiter führe. „Wir haben ein Team gefunden, das die Philosophie unserer Eltern fortführt“, dankte er den beiden.

Viel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten getan. Das Heim wurde erweitert, modernisiert, ein Garten geschaffen, der zum Verweilen einlädt. Eine Bushaltestelle dicht am Heim ist entstanden, Außenstellen in Nordkampen und Walsrode sind hinzugekommen. Zahlreiche Bewohner, die als junge Leute ins Heim kamen, sind inzwischen im Rentenalter.

Rethems Bürgermeister Frank Leverenz erwähnte in seinem Grußwort, dass das Heim ein wichtiger Arbeitgeber im Bereich der Samtgemeinde sei. Es sei eine großartige Leistung, 50 Jahre ein Unternehmen aufzubauen, es weiter zu entwickeln, den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben anzupassen und allen Widrigkeiten zu trotzen.

„Ihr habt ein Zuhause geschaffen mit mehr als 60 Mitarbeitern als große Familien mit den Menschen in Nordkampen, Walsrode und Altenwahlingen. Und das alles konnte nur geschehen, weil Familie Henze zum richtigen Zeitpunkt die Entscheidung getroffen hat, die Geschicke ihres Unternehmens jüngeren Händen anzuvertrauen.“ Für die Organisation des Sommerfestes, das seit jahren fester Bestandteil im Veranstaltungskalender ist, gebühre Heike Bösenberg besonderer Dank.

Abschließend hob Leverenz noch einmal das gute dörfliche Miteinander hervor, den Zusammenhalt aller Mitarbeiter von der Geschäftsführung bis zum Hausmeister und den Reinigungskräften, die es geschafft hätten, eine gewachsene Harmonie wie eine große Familie mit einem echten Zuhause zu schaffen.  bä

Mann im gut gefüllten Festzelt.
Dass Urgestein Paul Pixa (rotes Shirt), 73 Jahre, mitfeiert, versteht sich von selbst. © Baetje, Fritz

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