Rethem beschreitet neue Wege: Interessensbekundung für das Mühlenfeld 4

Erschließung nur bei Bedarf

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Hier könnten demnächst Häuser gebaut werden.

Rethem - Neue Wege beschreitet die Stadt Rethem im Vorfeld der beabsichtigten Erschließung des vierten Abschnitts des Baugebietes Mühlenfeld. Wer ein Grundstück kaufen möchte, wird gebeten, eine Interessensbekundung auszufüllen und im Rathaus abzugeben. Erst bei einer entsprechenden Anzahl von Rückmeldungen will der potenzielle Erschließungsträger, die Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft Südheide (GES), tätig werden.

Stadtdirektor Cort-Brün Voige erklärte im Gespräch mit der Presse, dass es im Gebiet Mühlenfeld 3 nur noch wenige freie Bauplätze gebe. Außerdem seien im vergangenen Jahr relativ viele Interessierte auf der Suche nach geeigneten Grundstücken an die Verwaltung herangetreten. „Es ist wichtig, im Zentralort ein attraktives Baugebiet vorzuhalten“, so der Verwaltungschef. Aber sie müssten schauen, wie sie das Vorhaben trotz bescheidener kommunaler finanzieller Verhältnisse angehen könnten.

Insgesamt geht es um eine Fläche von 2,3 Hektar, davon sind 1,9 Hektar veräußerbar. Der Eigentümer, das Land Niedersachsen, habe Verkaufsbereitschaft signalisiert, sagte der Stadtdirektor. Angedacht seien 30 Bauplätze à 600 Quadratmeter. Allerdings stehe das noch nicht fest. Die potenziellen Bauherren dürften ihre Wunschgröße nennen.

Die Quadratmeterpreise würden sicherlich etwas über denen des Bereichs Mühlenfeld 3 liegen, erläuterte Voige. Dort kosteten die Quadratmeter 39 bis 44 Euro. Er nannte allgemein gestiegene Kosten als Grund. Positiv sei, dass das Mühlenfeld 4 nicht im HQ-100-Bereich liege und keine Einschränkungen wegen Hochwassers zu erwarten seien.

„Um mit den konkreten Planungen für die Erschließung beginnen zu können, ist es erforderlich, dass für circa die Hälfte des zu erschließenden Baugebietes konkrete Bauinteressenten benannt werden“, heißt es in dem von den potenziellen Bauherren auszufüllenden Schreiben. Ein Zeitpunkt für die Umsetzung könne erst genannt werden, wenn diese Voraussetzung erfüllt sei. Etwa 15 unterschriebene Exemplare seien nötig. Sollten sich nur drei bis fünf Parteien melden, werde kein neues Baugebiet erschlossen, sagte Voige.

Einen Vorteil habe das Ganze für diejenigen, die sich bereits jetzt meldeten: „Bevor wir in die Planung einsteigen, werden sie eingeladen und können Wünsche äußern“, so der Stadtdirektor. Dabei gehe es zum Beispiel um Pflanzen und die Straßenbreite.

Bürgermeister Frank Leverenz sagte, dass er den Ansatz der Verwaltung richtig finde. „Wir bekunden, dass wir der Sache positiv gegenüber stehen. Ich hoffe, dass genügend Interessenten da sind, die das Ganze unterstützen.“

„Je eher feststeht, dass das Gebiet erschlossen wird, desto eher können wir mit den Planungen beginnen“, sagt Voige. Im Prinzip könne es sofort losgehen. Sollten sich bis Herbst nicht genügend Interessenten gemeldet haben, werde der Rat diskutieren, wie es weitergehen soll. Übrigens sei das Vorgehen der Stadt bereits auf das Interesse anderer Kommunen im Heidekreis gestoßen.

Voige ergänzte, dass sie außerdem dabei seien, die Einrichtung eines Sanierungsgebietes für den Innenstadtbereich Rethems abzuklären. Den Antrag könnten sie frühestens im kommenden Jahr stellen. Hauseigentümer könnten dann bei bestimmten Sanierungsmaßnahmen gefördert werden. Allerdings habe die Stadt bei Veräußerungen mehr Einspruchsmöglichkeiten.

sal

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