Resolution von Pro Dorf / Rat Böhme: Harm-Dirk Hüppe stellvertretender Gemeindedirektor

Alternativtrassen sorgen für Unruhe

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Bürgermeister Gert Jastremski (links) und der neue stellvertretende Gemeindedirektor Harm-Dirk Hüppe.

Böhme - Harmonisch und ohne Diskussionen verlief die Sitzung des Gemeinderates Böhme am Dienstag im Dorfgemeinschaftshaus. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.

Nach der Entlassung des stellvertretenden Gemeindedirektors Alexander von Seggern aus dem Ehrenbeamtenverhältnis wurde Harm-Dirk Hüppe zu seinem Nachfolger gewählt.

Die Eröffnungsbilanz der Gemeinde Böhme zum 1. Januar 2011 weist eine Summe von 2621188,79 Euro auf. Die geringfügig und kurzfristig Beschäftigten der Gemeinde Böhme erhalten ab 1. Januar statt 7,50 Euro einen Stundenlohn von 8,50 Euro.

Gemeindedirektor Cort-Brün Voige gab bekannt, dass er am Projektdialog der Firma TenneT in Rotenburg teilgenommen habe. Es sei um die Ergebnisse der ersten Bürgerbeteiligung zur geplanten Stromtrasse Südlink gegangen. Der favorisierte Vorschlag habe in der vergangenen Woche bei der Bundesnetzagentur (BNA) eingereicht werden sollen. Diese Trasse führe entlang der A27 und der A7, berichtete Voige. Ergänzend seien die im Rahmen der ersten Bürgerbeteiligung vorgeschlagenen und von TenneT geprüften 98 Alternativtrassen mit eingereicht worden. Zwei davon berührten das Gebiet der Samtgemeinde und querten die B209 zwischen Groß Eilstorf und Altenwahlingen. Die eine Variante führe über Neumühlen, vorbei an Bierde nach Hodenhagen an die A7. Die andere knicke zwischen Altenwahlingen und Böhme nach Südosten ab und führe unter beziehungsweise über der Aller in Richtung Hedern und an Rethem-Moor vorbei nach Nienburg.

Die Korridore für die Trassenvorschläge seien rund 1000 Meter breit ausgewiesen. Die Vorschläge sollten auf der Internetseite von TenneT einsehbar sein.

Beide Trassen seien von TenneT als gering geeignet eingestuft worden. Die Planunterlagen bezögen sich auf das Jahr 2012, und der Windpark Groß Eilstorf sei nicht berücksichtigt. Ein Windpark gelte aber als Tabufläche für den Südlink.

Zu vorhandenen Siedlungen sei ein Mindestabstand von 400 Metern einzuhalten, zu Einzelbebauungen 200 Meter. „Aufgrund dieser Rahmendaten halte ich die Realisierungschance für diese beiden Alternativvorschläge für äußerst gering. Gleichwohl bleibe ich mit den zuständigen Stellen in Kontakt und werde die weiteren Entwicklungen aktiv verfolgen“, sagte Voige.

Die Initiative Pro Dorf wollte in der Einwohnerfragestunde wissen, wann der Rat Stellung zur Stromtrasse nimmt. Bürgermeister Gert Jastremski unterbrach die Sitzung und gab dem Vorsitzenden der Bürgerinitiative, Bernd Vahldiek, das Wort. Dieser hatte von der Pressesprecherin des Stromunternehmens Tennet eine Originalkarte erhalten. „Gesundheit, Wohlbefinden und Eigentum einer großen Zahl von Menschen sind bedroht“, heißt es in einer Mitteilung der Bürgerinitiative. „Der Gemeinderat muss handeln! Die Höchstspannungsleitung mit ihren 75 Meter hohen Masten durch Böhme muss verhindert werden!“ Der Rat wird sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema beschäftigen. Pro Dorf wurde ermutigt, eine entsprechende Resolution möglichst bald abzusenden.

sal

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