Rektor Ulrich Förster feierlich in den Ruhestand verabschiedet

Gemeinsam viel erreicht

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Wolfgang Welle überreicht Ulrich Förster ein Präsent.

Rethem - Viele gute Wünsche, Rückblicke, Lobesworte, Anekdoten, Geschenke und Musik begleiteten den feierlichen Abschied von Schulleiter Ulrich Förster am Montagabend im Forum der Schule. Und einig waren sich alle Laudatoren, dass in einigen Tagen ein Rektor in den Ruhestand geht, der seine Tätigkeit mit Leidenschaft, Engagement und Verlässlichkeit und nicht zuletzt Erfolg ausgeübt hat.

Auf Wunsch Försters umrahmte die VHS-BigBand Walsrode, in der er sonst die Posaune bläst, die Veranstaltung musikalisch. Und auch der Jahrgangsstufenchor und die Mini Big Band der Schule erhielten viel Applaus.

Landrat Manfred Ostermann sprach von einer fulminanten Vita Försters. Er habe ein Studium der Rechtswissenschaften abgebrochen und Lehramt studiert. Nachdem er das Referendariat im Heidekreis absolviert habe, sei er diesem treu geblieben. Förster sei ein Vordenker der heutigen Oberschule gewesen – und ein Verfechter der Orientierungsstufe. Die von Förster entworfene Heidekreis-Schule weise deutliche Parallelen zur Oberschule auf. Hannover habe abgekupfert. „Sie haben viel geleistet für Rethem und ganz Niedersachsen.“

Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige sprach von einem Gewinn für den Schulstandort. 2006 sei Förster nach Rethem gekommen. Die Schule habe sich seitdem qualitativ weiterentwickelt und sei bestens für künftige Herausforderungen vorbereitet. Förster sei jemand, der großen Wert darauf lege, möglichst viele mit Argumenten zu überzeugen. Und auch Bürgermeister Frank Leverenz betonte, dass der Rektor dem Schulstandort gut getan und diesen ein Stück weit sicherer gemacht habe.

Das Kollegium der Oberschule blickte auf neun gemeinsame Jahre zurück. „Es ist eine kurze Zeit für das, was sich ereignet hat“, sagte Christiane Schmid vom Schulpersonalrat. Försters Vorsatz, ein Schulleiter des offenen Dialogs zu sein, sei gelungen. „Wir haben gemeinsam viel erreicht – und auch viel gestritten.“ Aber jeder habe gewusst, dass er sich auf Förster verlassen kann. Ein besonderes Anliegen Försters sei die Entwicklung der Esskultur an der Schule gewesen. Er habe unter anderem die Stufentreffen eingeführt, den Frankreichaustausch aufleben lassen und für eine gut ausgestattete Instrumentensammlung gesorgt.

Mike Kochan-Rönisch von der Landesschulbehörde berichtete, dass sich Förster immer wieder neuen Gegebenheiten gestellt habe. Er ging auf das erste Staatsexamen 1976 ebenso ein wie auf Försters Mitarbeit an den Rahmenrichtlinien für das Fach Musik. 2004 habe er die Orientierungsstufe in Walsrode aufgelöst. Förster habe die Umgestaltung der Haupt- und Realschule Rethem zur Oberschule und die Einführung der Inklusion mit begleitet. Und erst vor kurzem habe er sein 40-jähriges Dienstjubiläum gefeiert. „Sie haben Ihre kostbare Zeit genutzt, um vieles zu verändern.“ Im Namen des Landes Niedersachsen dankte er Förster für dessen Dienst und überreichte ihm die Entlassungsurkunde.

Förster zeigte sich gerührt angesichts der Anerkennung und der vielen guten Wünsche . An die Schulsprecherinnen Lisa Winkelmann, Mira Bolowski und Sophia Biewig gewandt, die seine ruhige und sachliche Art gelobt hatten, sagte er, dass sie die Hauptadressaten seines beruflichen Wirkens gewesen seien. Er hätte nie in die Schulaufsicht wechseln wollen. Die Schüler hätten Farbe in sein Berufsleben gebracht. „Auf diese Farbe hätte ich nie verzichten wollen.“

Und zum Kollegium sagte er, dass politische Umstände sie zusammengeführt hätten. „Die Chemie stimmte von Anfang an. Und wenn Rauch aufkam, haben wir ihn gemeinsam weggepustet.“ Ein Dank Försters galt seiner Frau Ulrike, die sich um die fünf Kinder gekümmert habe. Das sei kein Pappenstiel. Bevor es zum gemütlichen Teil überging, äußerte Förster einen Wunsch an die politisch Verantwortlichen: „Zerschlagen Sie nicht, was sich bewährt hat. Geben Sie kleinen Schulstandorten die Chance, sich gegenüber großen Lernmaschinen zu behaupten.“

sal

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