Verpuffung in Wochenendhaus / 64-Jähriger mit schweren Verbrennungen in Spezialklinik

Rauchwolke über Rethemer Fähre

Rauchende Trümmer: Das Wochenendhaus war nicht mehr zu retten, wohl aber das Nachbargebäude. Hier wurde durch die große Hitze das Dach beschädigt.
+
Rauchende Trümmer: Das Wochenendhaus war nicht mehr zu retten, wohl aber das Nachbargebäude. Hier wurde durch die große Hitze das Dach beschädigt.

Rethem – Schwerste Verbrennungen erlitt ein 64-Jähriger gestern Mittag bei einer Verpuffung auf dem Campingplatz Freizeitpark Rethemer Fähre. Der Mann wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Eine 67-jährige Frau wurde leicht verletzt. Sie kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Die beiden stammen vermutlich aus dem Raum Hannover und sollen das Haus für Wochenendurlaube genutzt haben.

Während die beiden Verletzten medizinisch versorgt wurden, kämpften rund 50 Aktive der Feuerwehren Altenwahlingen, Häuslingen, Rethem und Bierde gegen die Flammen, die aus dem Holzhaus der beiden schlugen.

Die Polizei in Walsrode, die den Alarm um 12.43 Uhr entgegennahm, geht derzeit davon aus, dass ein Gaskocher die Verpuffung ausgelöst hat. Die weiteren Ermittlungen dauern jedoch noch an. Die Druckwelle war jedenfalls groß genug, um die Außenwände des Gebäudes in gewaltige Schräglage zu bringen. Offenbar unmittelbar danach schlugen dann auch schon die Flammen aus dem Haus.

„Als ich vor Ort eintraf, stand das Gebäude bereits in Vollbrand“, sagt Georg Mahler. Der Gemeindebrandmeister leitete gestern den Einsatz der vier Wehren. Für deren Anfahrt hätte die Leitung des Campingplatzes zwar Einweiser bereitgestellt. Doch die seien in diesem Fall gar nicht nötig gewesen. „Wir konnten auf Sicht zum Einsatzort fahren“, berichtet Mahler von der großen schwarzen Rauchwolke, die wie ein Wegweiser über dem Brandort hing.

Den Ehrenamtlichen war schnell klar, dass bei dem brennenden Haus nicht mehr viel zu machen war. So richteten die freiwilligen Helfer ihr Hauptaugenmerk auf den Schutz des Nachbargebäudes.

Durch die Hitze wurde dort zwar dessen Dach beschädigt, das Haus selber wurde aber dank des Einsatzes der Feuerwehr kein Raub der Flammen. Mit vereinten Kräften schoben die Ehrenamtlichen außerdem ein Auto an die Seite. Dessen Kunststoffteile hatten bereits begonnen zu schmelzen. Nachdem der Brand nach etwa 20 Minuten weitestgehend gelöscht war, wurden die rauchenden Trümmer mit dem Radlader auseinandergefahren, um dann auch noch die letzte Glut löschen zu können.

Die Wasserversorgung konnten die Aktiven über Leitungen zum nahegelegenen Fährsee sichern. Ein großes Lob sprach der Gemeindebrandmeister der Platzleitung aus, die unverzüglich die Gasversorgung für das gesamte Areal abgedreht hatte. „Das war vorbildlich.“

Erschwert worden seien die Löscharbeiten durch die Corona-Pandemie, so Mahler. Sie zwinge die Feuerwehrleute, während des Einsatzes eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen und auch, soweit möglich, den Abstand zu ihren Mitstreitern zu wahren.  

Von Katrin Preuss

Mittels Radlader wurden die Überreste des Gebäudes auseinandergefahren.
Das Nachbargebäude und ein auf dem Grundstück abgestelltes Auto konnten die Aktiven schützen.
Ein Helikopter brachte den schwer verletzten Hausbewohner in eine Spezialklinik.
Die Nachlöscharbeiten an den Trümmern dauerten bis in die Nachmittagstunden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Die Schätze der zyprischen Küche in Larnaka genießen

Die Schätze der zyprischen Küche in Larnaka genießen

Ist ein Fahrradschutzbrief sinnvoll?

Ist ein Fahrradschutzbrief sinnvoll?

Debatte über Corona-Maßnahmen und Mitsprache des Bundestags

Debatte über Corona-Maßnahmen und Mitsprache des Bundestags

Ein Riesen-Cookie aus der Pfanne

Ein Riesen-Cookie aus der Pfanne

Meistgelesene Artikel

Böse Überraschungen Fehlanzeige

Böse Überraschungen Fehlanzeige

Böse Überraschungen Fehlanzeige
Ein Polizist zum Anfassen

Ein Polizist zum Anfassen

Ein Polizist zum Anfassen
Heidekreis: Nein zu Bohrungen

Heidekreis: Nein zu Bohrungen

Heidekreis: Nein zu Bohrungen
ASP: Klammheimlich auf zwei Beinen

ASP: Klammheimlich auf zwei Beinen

ASP: Klammheimlich auf zwei Beinen

Kommentare