Apothekerin kauft Gebäude

Neubau-Pläne für Ratskeller in Rethem - Abriss statt Sanierung

Der Ratskeller hat ausgedient. Er soll Platz für einen Neubau machen.  
ArchivFoto: Elling
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Der Ratskeller hat ausgedient. Er soll Platz für einen Neubau machen. ArchivFoto: Elling

Rethem – „Es ist zwar noch nichts wirklich in trockenen Tüchern, aber meine Planung steht.“ Elisabeth Einicke-Renaud, Apothekerin aus Dörverden, hat den seit Jahren leer stehenden Rethemer Ratskeller gekauft und möchte auf dem Grundstück einen Neubau errichten. Denn eine Sanierung der stadtbildprägenden Immobile kommt für die Besitzerin, die das Gebäude von der Energie- und Gewerbepark GmbH (EGRA) erworben hat, nicht infrage.

  • Apothekerin aus Dörverden kaufte den seit Jahren leerstehenden Ratskeller in Rethem
  • Statt einer Sanierung der stadtbildprägenden Immobilie plant sie einen Abriss des Ratskellers
  • In den Neubau soll dann unter anderem die Rethemer Apotheke einziehen

Käuferin schließt Sanierung des Rethemer Ratskellers aus - Gebäude sehr marode

„Das Gebäude, das im Inneren schon vor Jahren vollkommen entkernt wurde, ist so marode, dass eine Sanierung schon aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn macht. Ich habe mir auch vor dem Hintergrund der wechselvollen Geschichte des Ratskellers meine Gedanken gemacht, doch selbst Fachleute haben mir nach einer eingehenden Begutachtung von einer Sanierung abgeraten“, so Einicke-Renaud.

Lassen sich ihre Vorstellungen umsetzen, soll das über 100 Jahre alte Gebäude auf dem Gelände abgerissen und an gleicher Stelle ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet werden. Geplant, so Einicke-Renaud, habe sie einen Neubau, dessen Äußeres sich den benachbarten Gebäudeformen anpasse und somit auch den Zielen der „Stadtsanierung Rethem“ gerecht werde. „Es wird mit Fingerspitzengefühl gebaut, sowohl was Art und Weise der Architektur des Gebäudes als auch was die zu verwendenden Baumaterialien betrifft.“ Sicher sei, dass an dieser für Rethem so markanten Stelle kein Fremdkörper gebaut werde, sondern dass ein Neubau entstehe, der das Stadtbild aufwerte.

Rethemer Apotheke wird in den Ratskeller-Neubau integriert - weitere Nutzung noch offen

Sicher sei weiter, dass im Erdgeschoss des zweieinhalbstöckigen Gebäudes die Rethemer Apotheke einziehen wird, die sich zurzeit noch in der Langen Straße befindet. Das dort gemietete Gebäude entspricht laut Einicke-Renaud längst nicht mehr den aktuellen Bestimmungen, insbesondere die Barrierefreiheit betreffend. Diesbezüglich werde der Neubau allen Ansprüchen gerecht werden. Auch Stellplätze wären ausreichend vorhanden, da die Parkfläche Käsebeutel/Ecke Hainholzstraße mit zur Immobilie gehört.

Wie die Nutzung der beiden oberen Geschosse aussehen wird, wusste die Besitzerin noch nicht zu sagen. „Hier ist noch alles offen. Es wird ein Fahrstuhl eingebaut, sodass unterschiedliche Nutzungszwecke denkbar sind“, sagt Einicke-Renaud, die auf grünes Licht von der, wie die Bauherrin betont, überaus kooperativen Samtgemeinde wartet. Zeitnah könne dann der Abriss starten und optimistisch gedacht, im Herbst abgeschlossen sein. Mit dem eigentlichen Baubeginn sei dann Anfang kommenden Jahres zu rechnen. Eine Fertigstellung sei frühestens zum Jahresausklang 2021 realistisch.

Von Christel Niemann

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